Iphofen
Verwaltungsgemeinschaft ist auf Personalsuche
Blick auf das Iphöfer Dienstleistungszentrum: Ab Januar gelten neue Öffnungszeiten für die Verwaltung.
Blick auf das Iphöfer Dienstleistungszentrum: Ab Januar gelten neue Öffnungszeiten für die Verwaltung.
Eike Lenz (Archiv)
Iphofen – Die Gemeinschaftsversammlung Iphofen verabschiedete den Haushalt 2023 der Verwaltungsgemeinschaft, der von Personalknappheit geprägt ist. Da zahlreiche Gemeindevertreter verhindert waren, leitete Ingrid Reifenscheid-Eckert als einzig anwesende Bürgermeisterin die Sitzung.

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Rolf Lupold, hatte keine Beanstandungen zu berichten. Damit wurde das Haushaltsjahr mit 1.992.653 Euro im Verwaltungshaushalt und 72.907 Euro im Vermögenshaushalt festgestellt. Das vorläufige Ergebnis für 2022 wurde mit 2.022.900 Euro im Verwaltungs- und 60.600 Euro im Vermögenshaushalt zur Kenntnis genommen.

Im Haushaltsjahr 2023 sind 2.240.300 Euro für den Verwaltungs- und 119.600 Euro für den Vermögenshaushalt eingestellt. Der Haushalt liegt mit 2.359.900 Euro rund 13 Prozent über dem Vorjahreshaushalt mit 2.083.500 Euro.

Auf der Grundlage der von 9388 auf 9467 leicht gestiegenen Gesamteinwohnerzahl steigt die Umlage von 173 Euro auf 188 Euro je Einwohner. Tarif- und Lohnanpassungen sind für den Anstieg im wesentlichen verantwortlich.

Azubistelle im neuen Ausbildungsjahr

Für das Ausbildungsjahr ab 2023 ist die Neubesetzung einer Ausbildungsstelle vorgesehen, die Ausschreibung soll nach Vorliegen der Zwischenzeugnisse erfolgen. Die Versammlung schließt sich damit dem Wunsch einiger Gemeindevertreter an. Für weitere, dem gestiegenen Bedarf entsprechende Einstellungen mangelt es an geeigneten Bewerbungen. Geschäftsleiter Leo Eckert wies gleichzeitig auf die Knappheit der Büroplätze hin.

In einem Rückblick auf das ablaufende Haushaltsjahr sprach Reifenscheid-Eckert von einem "verrückten" Jahr, bei dem wegen ständiger Änderungen von Vorschriften in allen Verwaltungsbereichen, wie Personal-, Bau- und Umweltrecht sowie der Innenentwicklung großer Personalaufwand erforderlich war. Alle Maßnahmen seien sinnvoll, forderten aber die Verwaltung mit Dokumentationen und Datenschutz, zudem schlage die Digitalisierung zu Buche.

Die EDV-Arbeit trägt laut Leo Eckert Früchte. Derzeit seien 54 Online-Dienstleistungen angeboten, die aber auch genutzt werden müssten. Zur Einrichtung wurden Förderprogramme abgegriffen und umgesetzt und weiter ausgebaut.

Neue Öffnungszeiten für die Verwaltung

Die Versammlung beschloss außerdem neue Öffnungszeiten für die Verwaltung. Vorbehaltlich individueller Terminvereinbarungen ist die Verwaltung montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet. Montag und Dienstag sind von 14 bis 16.30 Uhr auch nachmittags Besuche möglich, donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Der Dienstleistungssamstag soll erhalten bleiben. Den Mittwochnachmittag will die Verwaltung zum Abarbeiten anstehender Arbeiten nutzen. Die neuen Zeiten gelten ab dem 1. Januar.

Änderungen ergeben sich auch für das integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). Wie Reifenscheid-Eckert ausführte, läuft das Programm aus und muss 2023 fortgeschrieben werden. Die Förderung von bis zu 70 Prozent soll weiterlaufen. Sie lobte die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen Mainbernheim, Seinsheim und Martinsheim. Vor allem die Archivbearbeitung in den Gemeinden sei sehr erfolgreich verlaufen.