Ausgleichsabgabe
Arbeitgeber müssen Schwerbehinderten-Beschäftigungsdaten melden
Stefan TrebesLeiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg
Stefan TrebesLeiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg
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LKR Kronach – Private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen (beschäftigungspflichtige Arbeitgeber) sind gesetzlich (SGB IX) verpflichtet, auf...

Private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen (beschäftigungspflichtige Arbeitgeber) sind gesetzlich (SGB IX) verpflichtet, auf wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Ar-beitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote.

Zur Überwachung der Erfüllung der Beschäftigungspflicht im Kalenderjahr 2021 müssen die beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber bis spätestens 31. März der für ihren Sitz zuständigen Agentur für Arbeit ihre Beschäftigungsdaten anzeigen. Um die Ausgleichsabgabe zu berechnen und die entsprechende Anzeige zu erstellen, können Unternehmen und Arbeitgeber die kostenfreie Software IW-Elan nutzen. Diese steht auf der Homepage www.iw-elan.de unter der Rubrik „Download“ zur Verfügung. Die Meldung kann auf elektronischem Wege schnell und unbürokratisch vorgenommen werden.

Einstellung besser als Ausgleich

„Behinderte Menschen bei der Suche nach einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu unterstützen, ist für uns selbstverständlich“, sagt Stefan Trebes, der Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg. „Speziell geschulte Mitarbeiter informieren einstellungsbereite Firmen und arbeitsuchende Schwerbehinderte zu allen Fragen rund um die Integration in das Arbeitsleben oder in ein Lehrverhältnis.“

Oftmals sei die Behinderung keine Beeinträchtigung für die berufliche Leistungsfähigkeit eines Menschen, erklärt Stefan Trebes: „Sie sind ein Gewinn für den Betrieb. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg sind aktuell 1404 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, 37 beziehungsweise 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr, jedoch gut ein Fünftel mehr (+19,4 Prozent, + 228 Personen) als vor der Corona-Krise im Jahr 2019. Zwei Drittel von ihnen haben einen Ausbildungs- oder Studienabschluss – eine Chance zur Fachkräftesicherung für jeden Betrieb mit vorausschauender Personalpolitik.“

Die Arbeitsvermittler des gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcentern beraten über Fördermöglichkeiten und beantworten Fragen zum Schwerbehindertenrecht. Unter anderem können Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, für Probebeschäftigungen und für berufliche Eingliederungen gezahlt werden. Selbst für die behindertengerechte Ausgestaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist finanzielle Unterstützung möglich.

Arbeitgeberservice kontaktieren

Firmen, die sich über Einstellungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung informieren lassen möchten, können den Arbeitgeberservice über die kostenlose Telefonnummer 0800/4555520 erreichen. red