Badegäste müssen bald mehr zahlen
Der Eintritt in das Bad in Steinwiesen wird teurer.
Der Eintritt in das Bad in Steinwiesen wird teurer.
Foto: Susanne Deuerling
Steinwiesen – Freizeit Das Erlebnisbad Steinwiesen erhöht wegen der gestiegenen Energiekosten ab September die Preise – erstmals seit sieben Jahren.

Nachdem die letzte Erhöhung der Eintrittspreise für Erlebnisbad, Freibad und Sauna bereits 2015 stattgefunden hatte und sich in dieser Zeit doch so einiges getan hat, besonders im Saunabereich und bei den Energie- und Unterhaltungskosten, mussten die Eintrittspreise neu kalkuliert werden. Kämmerer Rainer Deuerling erläuterte dem Gemeinderat Steinwiesen die Gründe und meinte, dass eine Erhöhung unbedingt notwendig sei, aber man wolle im Rahmen bleiben und mäßig erhöhen. Einstimmig wurden folgende neue Preise festgelegt, rechts die bisherigen Preise.

Die Anpassung tritt am 1. September 2022 in Kraft.

Bei der Überprüfung der möglichen Baugebiete in Neufang wurden verschiedene Versionen erörtert. Möglich wäre ein Baugebiet hinter dem Kindergarten Richtung Flurbereinigungsweg, hier gäbe es die Möglichkeit für zwölf, 18 oder 21 Bauplätze bzw. eine kleine Variante mit fünf bis sechs Bauplätzen. Es besteht des Weiteren auch die Möglichkeit, bei Berglesdorf sechs bis sieben Bauplätze auszuweisen. Bei Einrechnung aller Kosten, Straßenbau, Kanal, Wasser, Grunderwerb, Vermessung, DSL-Erschließung und Ingenieurkosten, ergeben sich Kaufpreise von 97 Euro pro Quadratmeter in Berglesdorf und – je nach Variante – 108,44 bis 182,20 Euro beim Gebiet hinter dem Kindergarten.

Sollte ein Löschwasserbehälter benötigt werden, kommen je Quadratmeter noch Mehrkosten zwischen sechs Euro (große Variante) bis 18 Euro hinzu.

Vorfinanzierung kommt nicht infrage

In der anschließenden Diskussion kristallisierte sich heraus, dass man vonseiten der Gemeinde helfen wolle, Bauplätze zu erschließen und den Bauwilligen diese zur Verfügung zu stellen, aber es müsse auch finanzierbar sein. Eine Vorfinanzierung vonseiten der Gemeinde sei nicht möglich. Fraktionssprecher Jürgen Eckert (CSU) sagte, dass man sich in der Fraktion auch einig sei, dass es nur mit der kompletten Umlage der Kosten auf die Bauplätze zu verwirklichen sei.

Er regte an, sich nach Investoren umzusehen, die so ein Projekt durchziehen, denn die große Lösung sei am besten. „Nur so kann es funktionieren, junge Leute hier zu halten. Egal ob privat oder ein Unternehmen, einen Investor zu finden, sollte unser Ziel sein“, meinte Eckert.

Die SPD-Fraktion sah das etwas anders, aber auch für Jürgen Deuerling (SPD) war klar, dass erstens genügend Interessenten da sein und zweitens die Bauplätze im Voraus verkauft werden müssen. Bei einem Investor wisse man nicht, wer dann dort baut und ob nicht viele Auswärtige kaufen.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) meinte, man solle einen Unternehmer und Investor finden und vereinbaren, dass Einheimische Vorrang haben sollten. Für Rudi Kotschenreuther (CSU) war klar, dass man ein klares Signal senden müsse, um Lösungen zu finden. Berglesdorf sei keine Lösung, denn „das Leben findet im Zentrum statt“.

Nach der Diskussion war man sich einig, dass man eine Vorfinanzierung nicht leisten könne. Es soll deshalb Kontakt mit Investoren und Unternehmen aufgenommen werden, der Bedarf abgefragt und, wenn möglich, die große Lösung verfolgt werden. Man wolle auch nochmals mit den Bauplatzinhabern verhandeln, die innerorts Bauplätze besitzen, ob sie diese nicht doch verkaufen wollen.

Licht für den Radweg

Laut Bayerischem Straßen- und Wegegesetz sind alle innerörtlichen Straßen und Wege zu beleuchten. Deshalb ist es erforderlich, auch den Radweg mit Lampen auszustatten. Das Angebot vom Bayernwerk mit elf Leuchten und Erdverkabelung beläuft sich auf ca. 42.000 Euro. Solarleuchten kämen etwas teurer, die Kosten pro Lampe lägen bei bis zu 5000 Euro. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Kabellösung anzuwenden.