FC Stockheim
Der schwarze „Maxschacht“ ist grün
Pfarrer Michael Foltin und Diakon Wolfgang Fehn weihten den Stockheimer Kunstrasenplatz.
Pfarrer Michael Foltin und Diakon Wolfgang Fehn weihten den Stockheimer Kunstrasenplatz.
Foto: Gerd Fleischmann
Stockheim

Im Rahmen der 100-Jahr-Feier des 1. FC Stockheim ist nach zweijähriger Corona-Pause der Kunstrasenplatz des 1. FC Stockheim auf dem „Maxschacht“ eingeweiht worden.

Seit gut vier Jahren beschäftigt dieses Thema die Verantwortlichen und Fans des 300 Mitglieder starken Fußballclubs. Vor einer großen Zuschauerkulisse erfolgte nun in feierlicher Weise die Weihe durch Pfarrer Michael Foltin und Diakon Wolfgang Fehn. Beide erflehten den Segen Gottes für allzeit faire Spiele und Zusammenhalt.

Für die musikalische Umrahmung sorgte unter der Stabführung von Matthias Friedrich in bewährter Weise die Bergmannskapelle.

200.000 Euro gespart

Vorstandsmitglied Daniel Wei ßerth zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss eines Projektes mit Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Kronach. Dank 8000 ehrenamtlicher Stunden der Vereinsidealisten habe man die zunächst veranschlagte Investition von 900.000 Euro um beachtliche 200.000 Euro reduzieren können. „In der einhundertjährigen Stockheimer Fußballergeschichte“ ist dies ein erneuter Beweis von bemerkenswerter Einsatzbereitschaft und Vereinstreue.“ Nicht von ungefähr stehe das Vorhaben unter dem Motto „Gemeinsam für die Region“, denn vor allem auch weitere sporttreibende Vereine im Landkreis Kronach profitieren von dem Stockheimer Angebot. Insbesondere in den Wintermonaten biete der Kunstrasenplatz neben Testspielen oder aber Trainingseinheiten enorme Vorteile. So hätten sich an die 20 unterschiedliche Interessenten angemeldet. Daniel Weißerth: „Einen solchen Platz gibt es nirgendwo im Landkreis Kronach.“ Vor allem, weil ein solcher sehr teuer ist. Vor allem habe man die „grüne Revolution“ gewagt. Statt des umstrittenen Gummigranulats sei in der Bergwerksgemeinde als Füllstoff Kork zum Einsatz gekommen. „Kork ist ein Naturstoff, durch den die Umwelt nicht mit Mikroplastik belastet wird.“ Damit sei der Stockheimer Kunstrasen nach den neuesten Umweltgesichtspunkten ausgestattet. Der Großteil der Förderung stamme aus Mitteln des sogenannten Leader-Programms. Seit 1991 fördere die europäische Union damit Projekte, die dazu beitragen, ländliche Räume zu stärken und weiterzuentwickeln.