Die Föritz wird erlebbar
Im August beginnt die Renaturierung der Föritz im Bereich der ehemaligen Fischer-Brache. Bürgermeister Oliver Plewa und Eva von der Wehd (Bauamt) erklärten den Mitgliedern des Umwelt- und Bauausschusses die Vorhaben.
Im August beginnt die Renaturierung der Föritz im Bereich der ehemaligen Fischer-Brache. Bürgermeister Oliver Plewa und Eva von der Wehd (Bauamt) erklärten den Mitgliedern des Umwelt- und Bauausschusses die Vorhaben.
Foto: Rainer Glissnik
Mitwitz – Renaturierung Am südwestlichen Ortseingang von Mitwitz soll ein natürlicher Flusslauf entstehen, der für Familien zugänglich ist.

Mitwitz  —  „Das wird richtig schön“, ist der Mitwitzer Bürgermeister Oliver Plewa überzeugt, wenn im August mit der „Renaturierung Föritz“ der zweite Teil der Maßnahmen zur Gestaltung des südwestlichen Ortseingangs begonnen wird.

Beim nahezu fertigen Parkbalkon werden noch der Stromanschluss und einige Nachbesserungen erfolgen. Hier gibt es einige Lieferschwierigkeiten, wie etwa bei einem Verteilerkasten. Der Handlauf der Treppe muss etwas höher gesetzt werden und die angebrachten Wackelschafe wackeln nicht.

Vor der Sitzung des Mitwitzer Bau- und Umweltausschusses hatte eine Bauanlaufberatung stattgefunden. An der Föritz wird es eine umfassende Renaturierung geben, damit ein natürlicher Flusslauf entsteht. Beispielsweise wird eine vorhandene Stütze der Industriebrache beseitigt. Die Ufer werden abgeflacht und Erlebnisbereiche gestaltet, so dass Familien und Kinder an den Bach heran können. Der Steg am Bubsweg wird zuerst erneuert, danach kommt die weiße Brücke an die Reihe. Ab September bzw. Oktober wird der Geländeumbau stattfinden. Dabei wird auch eine Art Insel gestaltet.

Warum verzögerte sich diese Maßnahme? Nach der ersten Ausschreibung mit teurem Ergebnis wurde diese angepasst, der Ausführungszeitraum erweitert und erneut ausgeschrieben – in der Hoffnung auf günstigere Preise. „Das hat auch funktioniert“, freute sich Bürgermeister Oliver Plewa.

Der Rathauschef informierte auch über das ökologische Mähkonzept. Gebietsbetreuerin Anna Bergmann begleitet dieses, und der voll dahinterstehende Bauhof setzt es um. So können die Blühpflanzen ausreifen und Samen bilden. Auch der Kreisel gehört dazu.

Nachdem eine Renovierung der Holzfenster am Steinacher Gemeindehaus unrentabel ist, werden diese erneuert. In Schwärzdorf können vier Fenster und eine Tür saniert werden. Zweiter Bürgermeister Jürgen Kern machte darauf aufmerksam, dass wohl auch beim Tor zum Feuerwehrhaus etwas unternommen werden müsste.

Noch keine Entscheidung fiel über den Antrag von Carmen Köhler, in der im Volksmund „Röhriggasse“ genannten Verbindungsstraße zwischen der Staatsstraße 2208 und Steinach eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer einzurichten. Eigentlich sind hier 100 Stundenkilometer erlaubt.

Eva von der Wehd erklärte seitens der Verwaltung, dass man sich hier eine Begrenzung auf 70 Stundenkilometer wegen des schlechten Straßenzustands vorstellen könne. „Warum nicht 50?“, setzte sich Matthias Rudolph (Grüne) ein. „Wir können nicht überall beschränken“, erwiderte Dritte Bürgermeisterin Bianka Knauer (CSU). Mit 1:4 Stimmen wurden die 50 Stundenkilometer abgelegt. Aber es wurde intensiv weiter diskutiert.

Dabei entscheidet die Marktgemeinde nicht selbst über die Beschränkung, sondern kann diese der Straßenverkehrsbehörde nur empfehlen. In der Diskussion zeigten der Bürgermeister und die Ausschussmitglieder, dass sie es sich mit einer Entscheidung nicht so leicht machen wollen. Schließlich soll alles noch einmal genau geprüft werden, wurde man sich einig.

In der Professor-Bauer-Straße war aus einer verkehrsberuhigten Zone eine Tempo-30-Zone gemacht worden. Bürgermeister Oliver Plewa und die Verwaltung wurden von Anwohnern angesprochen, die alte Regelung wieder einzuführen. Bei einer wieder möglich gewordenen Besprechung mit den Anliegern wurde deutlich, dass fast alle Anlieger die verkehrsberuhigte Zone als Errungenschaft ansehen und gerne wieder hätten. Dies wurde so beschlossen. Jürgen Kern (SPD) schlug vor, auch mit den Anliegern der Gartenstraße zu reden. Auch im Zusammenhang mit dem künftigen Neubaugebiet Neundorf solle dies überlegt werden.

Ein Behindertenparkplatz soll jetzt neben der Arztpraxis in der Mitwitzer Ortsmitte entstehen. Weil zwei private Parkplätze für Praxisangestellte wegfallen, soll diese zwei feste Stellplätze beim Rathaus erhalten.

Für eine geplante Wasserrinne kann nicht wie vorgesehen Wasser aus einem nahe gelegenen Brunnen genutzt werden. Die Ausschussmitglieder entschieden sich für eine Zisternenlösung mit Regenwasser, was aber auch durch Trinkwasser aufgefüllt werden könnte. Dies kostet rund 5000 Euro. Ein Betrieb nur mit Trinkwasser wurde eher als Verschwendung angesehen. Es hätte noch eine Lösung für rund 30.000 Euro gegeben.

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