Kulturabend
Die Reichenbacher Blasmusiker „wollen doch nur spielen“
Für 60 Jahre aktives Musizieren und 40-jährige Dirigententätigkeit wurde Klaus Schnappauf ausgezeichnet (von links) Klaus Löffler, Karin Ritter, Thomas Kolb, Daniel Grüdl, Jutta Schnappauf, Klaus Schnappauf und Wolfgang Müller.
Für 60 Jahre aktives Musizieren und 40-jährige Dirigententätigkeit wurde Klaus Schnappauf ausgezeichnet (von links) Klaus Löffler, Karin Ritter, Thomas Kolb, Daniel Grüdl, Jutta Schnappauf, Klaus Schnappauf und Wolfgang Müller.
Foto: Heike Schülein
Beim ORB standen Ehrungen für 40 sowie 50 Jahre aktives Musizieren an: (von links) Daniel Grüdl, Karin Ritter, Thomas Kolb, Edgar Ruppert (50 Jahre), Frank Jakob (40 Jahre), Ronald Licht (50 Jahre), Dirigent Klaus Schnappauf, Wolfgang Müller und L...
Beim ORB standen Ehrungen für 40 sowie 50 Jahre aktives Musizieren an: (von links) Daniel Grüdl, Karin Ritter, Thomas Kolb, Edgar Ruppert (50 Jahre), Frank Jakob (40 Jahre), Ronald Licht (50 Jahre), Dirigent Klaus Schnappauf, Wolfgang Müller und Landrat Klaus Löffler.
Foto:
Neukenroth

„Wir wollen doch nur spielen“ − dieses Motto passte, nachdem aufgrund der Corona-Pandemie die Original Reichenbacher Blasmusik (ORB) und der Bergarbeiter-Unterstützungsverein (BAUV) Reichenbach schon zwei Jahre lang ihren traditionellen Kulturabend nicht mehr hatten durchführen können. Nun war es endlich wieder so weit und die Musiker samt ihren Helfern präsentierten am Samstagabend einen rundum gelungenen Böhmischen Abend.

Mit „Egerländer Blut“ von Holger Mück eröffnete die ORB unter Leitung von Klaus Schnappauf das Programm. Der Reichenbacher Kulturattachè Reinhard Hertel begrüßte die zahlreichen Anwesenden, darunter viele Ehrengäste. Mit „Glück auf, der Steiger kommt“ − einer Hommage an alle Bergleute und an die Abordnungen der AG Zeche König Ludwig aus Recklinghausen sowie des Knappenvereins Stockheim und Umgebung − führten die Musiker weiter durch das Programm.

Grußworte sprachen Reichenbachs Bürgermeisterin Karin Ritter und Landrat Klaus Löffler. Der Landrat dankte vor allem Klaus Schnappauf für sein 40-jähriges Wirken als Dirigent der ORB, wofür er ihm auch ein Geschenk überreichte.

Mit Musikstücken wie „Viel Harmonie“, „Polkafreunde“ oder der − vom Landrat als Landkreis-Hymne in Auftrag gegebenen und von Holger Mück komponierten − „Crana Musica“ untermalt, erfolgten die anstehenden Ehrungen. Dazu begrüßte 1. ORB-Vorsitzender Daniel Grüdl seitens des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB) Kreisvorsitzenden Wolfgang Müller sowie Bezirksvorsitzenden Thomas Kolb, der auch die Ehrungen vornahm.

Für 40 Jahre aktives Musizieren im NBMB wurde Frank Jakob geehrt. Seit sogar 50 Jahren musizieren Ronald Licht und Edgar Ruppert aktiv im NBMB.

Eine besondere Ehrung und Auszeichnung konnte Klaus Schnappauf entgegennehmen. Er musiziert bereits seit 60 Jahren aktiv, davon seit 40 Jahren als Leiter und Dirigent der ORB. „Wir schätzen deine Musikalität und deine besondere Art, mit Allen und Jedem umzugehen“, sagte Daniel Grüdl.

Hitparade als Höhepunkt

Das weitere Programm bildeten Kompositionen wie „Weinkellerpolka“ und „Böhmisches Gold“. Dabei beeindruckten vor allem die Solistenstücke: „Posaunistenglanz“, präsentiert von Andreas Krempel, Michael Wolf und Günter Hoderlein, sowie „My Dream“, gespielt von der Solistin Desiree Hofmann auf dem Flügelhorn.

Einen Höhepunkt bildete die Blasmusik-Hitparade. Unter acht bekannten Musikstücken konnten die Anwesenden ihr Lieblingsstück bestimmen. Die meisten Stimmen gab es letztendlich für den „Böhmischen Traum“ von Norbert Gälle. hs

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