Jahreshauptversammlung
Die Städtepartnerschaft lebt
Ein Pfeiler der Städtepartnerschaft ist die Musik. Mit mehreren Auftritten, wie hier am Herrgottswinkel, begeisterte die „Toothill Band“ aus Bingham im Sommer ihre Zuhörer.
Ein Pfeiler der Städtepartnerschaft ist die Musik. Mit mehreren Auftritten, wie hier am Herrgottswinkel, begeisterte die „Toothill Band“ aus Bingham im Sommer ihre Zuhörer.
Foto: Stadt Wallenfels/Archiv
Wallenfels

„Unsere Städtepartnerschaft ist quicklebendig, trotz Corona und der Auswirkungen des Brexits“, dieses Fazit zog Jens Korn, Vorsitzender des Förderkreises Bingham-Wallenfels, bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. Insbesondere der Besuch der „Toothill Band“ aus Mittelengland zur Kerwa im Juli habe gezeigt, wie gut die Kontakte seien.

„Die vergangenen beiden Jahre waren für uns allerdings eine echte Herausforderung“, stellte Korn fest. Einreise- und Kontaktbeschränkungen hätten einen Austausch nahezu unmöglich gemacht. Lediglich eine kleine Abordnung der Fußballer des Bingham Town FC habe die Flößerstadt in dieser Zeit zweimal besuchen können. Dennoch habe man Wege gefunden, um in Kontakt zu bleiben: „Die Digitalisierung hat uns sehr dabei geholfen.“ Erstmals habe im November 2020 eine gemeinsame Vorstandssitzung mit der Bingham Twinning Association als Videokonferenz stattgefunden, ihr folgten bis zum September dieses Jahres sieben weitere: „Es werden dabei nicht nur gemeinsam Aktivitäten geplant, sondern auch viel Privates ausgetauscht“, resümierte der Vorsitzende.

Nach den Worten des Vorsitzenden zeichnet sich die Städtepartnerschaft dadurch aus, dass sie auf mehreren Säulen steht: So schlage der Musikverein seit vielen Jahren eine Brücke nach Bingham. Nicht mehr wegzudenken sei der Kontakt der Fußballer. Das gemeinsame Johannisfeuer habe mittlerweile einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt. Der Vorsitzende freute sich besonders darüber, dass mittlerweile auch die Grundschulen im Austausch stehen.

Wolfgang Köhlmann berichtete vom Besuch einer Gruppe junger Wallenfelser im August auf der Insel. Die Mitglieder des Vereins wagten auch einen Blick nach vorne. Wie Wolfgang Köhlmann erklärte, planen die Fußballer aus England für den kommenden Sommer ein Zeltlager mehrerer Mädchenmannschaften. Im Jahr 2024 steht nach den Worten von Jens Korn das 40-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft ins Haus. Skeptisch sind die Mitglieder des Förderkreises, ob es jemals wieder ein Bavarian Beerfest in Bingham geben wird: „Durch den Brexit sind die Hürden einfach zu hoch“, erklärte Jens Korn. Die Mitglieder wollen allerdings über Alternativen nachdenken.

Bei den Neuwahlen setzten die Mitglieder auf Kontinuität. Als Vorsitzender wurde Jens Korn genauso wie sein Stellvertreter Ralf Leipold bestätigt. Kassier und Schriftführer bleiben Dirk Müller und Jürgen Fabritzek. Der Ausschuss besteht künftig aus Torsten Grundei, Wolfgang Köhlmann, Bernard Hofmann, Ronny Hader, Marius Pfaffenberger und Johannes Korn, der neu in dem Gremium ist. Die Kasse prüfen zukünftig Manfred Werner und Kersten Schöttner. red