Feuer und Flamme für den Zirkus
Heiße Nummer: Auf große Resonanz beim Zirkusprojekt stieß der Feuerspucker-Workshop.
Heiße Nummer: Auf große Resonanz beim Zirkusprojekt stieß der Feuerspucker-Workshop.
Foto: Reiner Babucke
Kronach – Jugendarbeit  Die beiden evangelischen Dekanate Michelau und Kronach-Ludwigsstadt unterbreiteten besondere Freizeitangebote für junge Leute.

Die Nachbarn staunten nicht schlecht, als dieser Tage in Kronach in aller Frühe eine Bühne mit Scheinwerfern auf dem freien Platz vor dem Gemeindezentrum aufgebaut wurde. Bereits zum zweiten Mal war der Zirkus „FUN-Tasia on Tour“ an verschiedenen Orten in den beiden evangelischen Dekanaten Michelau und Kronach-Ludwigsstadt.

Normalerweise würde jetzt ein großes mehrtägiges Zirkuscamp in Mitwitz stattfinden. Als die Entscheidung für dieses Jahr fiel, war das wegen der Corona-Auflagen noch unvorstellbar und so kam der Zirkus jeweils für einen Tag nach Kronach und Michelau. Statt mit großem Zelt alles im Freien, statt mit mehreren Übernachtungen nur an einem Tag.

In Kronach fanden sich 19 Kinder ein, die sich vom Zirkus faszinieren ließen und mit Begeisterung in die Trainingsarbeit stürzten. Nach ein paar Aufwärmspielen wurde gleich der gemeinsame Abschlusstanz geübt. So mancher Passant, der am Gemeindehaus vorbeikam, blieb kurz stehen und sah interessiert zu.

Workshops mit verschiedenen Themen

Dann wurde es ernst und die Kinder mussten sich für einen Workshop entscheiden, in dem sie mit ihren 15 jugendlichen Betreuerinnen und Betreuern eine Nummer erarbeiteten. Am spannendsten war für die Kinder der Workshop Feuerspucken, der viel Konzentration und Disziplin erforderte.

Aber auch für die anderen Gruppen fanden sich junge Interessenten, die sich mit viel Engagement in die Arbeit stürzten. Bei Percussion ging es in erster Linie um einen gemeinsamen Rhythmus. Koordination und Feingefühl wurde bei „Alles, was fliegt“ mit Pois und Diabolos trainiert, und die Clowns hätten nie gedacht, dass lustig sein so anstrengend ist. Dafür durfte jeder am Schluss die rote Nase behalten.

Am späten Nachmittag wurde es dann richtig spannend. Die Eltern kamen. Mit Musik, Nebel und bunter Beleuchtung wurde die einstudierten Nummern in einer richtigen Vorstellung präsentiert. Endlich wurden die Kinder zu Stars in der Manege und konnten stolz den Applaus ihrer Familien genießen. „Es ist toll, was ihr in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt habt“, lautete der Kommentar einer stolzen Mutter.

Zusammen mit den Dekanatsjugendreferenten Reiner Babucke und Erich Gahnz ist der Zirkus zu einer festen Institution der evangelischen Jugend geworden. „Wenn kein Zirkus stattfindet, fehlt etwas in dem Jahr“, meint die langjährige Mitarbeiterin Lena, „wir freuen uns das ganze Jahr auf unseren Zirkus.“

Viel Arbeit und viel Spaß

Natürlich bedeutet das Projekt viel Arbeit bei Auf- und Abbau, bei Moderation und Technik, als Workshopleitung und Zirkuslehrer, aber „hinterher ist man fertig, aber glücklich“. Alle können sich auf den Zirkus im nächsten Jahr freuen, dann aber hoffentlich wirklich wieder als Freizeit mit großem Zirkuszelt und einer Übernachtung im Zirkuscamp.

Und so geht’s weiter bei der evangelischen Jugend: Nach dieser Aktion für Kinder folgt eine Freizeit für Jugendliche. Vom 29. Oktober bis zum 2. November lädt die evangelische Jugend alle Jugendlichen von elf bis 15 Jahren zur Power-Team-Freizeit nach Schwarzenbach ein. Spannende Aktionen, Kreativität und das Training von Selbstbewusstsein und Kernkompetenzen stehen im Mittelpunkt dieser Jugendtage. Nähere Informationen erteilt die Geschäftsstelle der evangelischen Jugend unter der Telefonnummer 09261/93935 oder E-Mail ej-lukc@gmx.de. red