Jugendtreff
Jede Menge Kunst für den Limogarten des „Struwwel“
Patrick und Emily arbeiten an ihren Skulpturen.
Patrick und Emily arbeiten an ihren Skulpturen.
Foto: Heike Schülein
Kronach – Holzstaub liegt in der Luft, die Späne fliegen nur so davon. Es wird gefeilt und gesägt, geschnitzt und geklopft, abgeflammt und gemalt. Mächtig was l...

Holzstaub liegt in der Luft, die Späne fliegen nur so davon. Es wird gefeilt und gesägt, geschnitzt und geklopft, abgeflammt und gemalt. Mächtig was los war auf dem Gelände des Jugend- und Kulturtreffs „Struwwelpeter“, das mehrere Tage lang fast schon einer Schreinerwerkstatt glich.

Insgesamt rund 40 handwerklich begeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene stellten beim Holzkunst-Workshop mit dem rumänischen Bildhauer Christian Ianza großes Talent unter Beweis. Dabei entstanden dreidimensionale Holzskulpturen – einerseits zum Mitnehmen für das eigene Zuhause, andererseits für den Limogarten des „Struwwels“.

Teilnehmer waren vor allem Mitglieder von acht Teams des Jugend- und Kulturtreffs. Gemeinsam hatten sich diese zuvor in ihren Gruppen überlegt, wie sie den jeweiligen Holzstamm mit für ihr Team charakteristischen Elementen gestalten können. Die Arbeiten teilten sich dann die jungen Leute untereinander auf.

Die einzelnen Arbeitsschritte vom Entwurf über die Umsetzung mit verschiedenen Holzwerkzeugen bis hin zur abschließenden Bemalung und Versiegelung wurden ihnen von Christian Ianza aufgezeigt. „Es hat viel Spaß gemacht, mit so vielen eigenen Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten“, erklärt der im Landkreis bekannte Künstler. Gleichzeitig, so räumt er ein, sei es auch etwas schwierig gewesen, da normalerweise jeder Teilnehmer sein eigenes Kunstwerk erschaffe. Von den Ergebnissen zeigt er sich begeistert, werden doch nunmehr gleich acht kreative Kunstwerke den Außenbereich des „Struwwels“ bereichern.

Dazu einige Beispiele: Auf der Skulptur des „Struwwel-Teams“ ist ein schwarz-weißer friedensstiftender Handschlag zu sehen. Das „Struwwel“-Logo mit den orangen Haaren darf nicht fehlen. Darüber wurde ein symbolisches „schützendes Dach“ gestaltet, während sich unten die roten Backsteine des Hauses finden.

Das „Du-bist-Struwwel-Team“ gestaltete auf ihrer mit einem Herz „gekrönten“ Statue verschiedene Aktivitäten wie Lagerfeuer, ebenso wie das „Action-Team“, das unter anderem Sportgeräte wie ein Netz darstellte sowie als „Kopf“ einen Fußball. Das Netz wiederum kann auch als Schutz oder Auffangnetz für junge Leute verstanden werden. Ganz im Zeichen von „Festung rockt“ und Abfeiern steht die Skulptur des „Festival-Teams“ mit einer Gitarre und „Partyvolk“.

Den Zauber des schwarzen Kontinents fängt das „Afrikafest-Team“ ein mit seiner afrikanischen Skulptur, deren Kopf Christian Ianza mit einem Gasbrenner Farbe verlieh.

Eine Kroniche Housnkuh mit einer Aubergine in der Hand ziert das Kunstwerk des „Teams Internationaler Jugendaustausch“. Das ist eine Reminiszenz an den Austausch mit jungen Leuten der rumänischen Stadt Alba Iulia. Oben auf die Statue wurde die Weltkugel gesetzt. Eindrucksvoll ist auch die Skulptur des Fördervereins mit zwei nach oben greifenden, den „Struwwel“ umschlingenden Händen sowie das Kunstwerk des „Bedienungsteams“ – eine echte Hommage an den Jugend- und Kulturtreff! hs