Naturerlebnis
Lange Nacht des Waldes lockt 350 Gäste an
Stefan Hanke (Zweiter von links) freute sich über das Engagement seiner Helfer an der Zweimann-Zugsäge.
Stefan Hanke (Zweiter von links) freute sich über das Engagement seiner Helfer an der Zweimann-Zugsäge.
Foto: AELF
Lauenstein

Der Borkenkäfer und Corona waren dafür verantwortlich, dass das Leben im Jugendwaldheim Lauenstein zwei Jahre stillstand. Nun wird in der Einrichtung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg-Kulmbach endlich wieder Waldpädagogik betrieben

Im Rahmen der 800-Jahr-Feier Lauensteins fand eine lange Nacht des Waldes an der Pulswinkelhütte statt. Sie stand unter dem Motto „Der Wald im Wandel der Zeit“ und lockte rund 350 Gäste jedes Alters an.

Peter Schwarzmeier, Leiter des Jugendwaldheims, freute sich: „Die lange Nacht des Waldes war ein voller Erfolg. Der gute Besuch zeigt auch, dass das Interesse am Thema Wald nach wie vor groß ist. Das wollen wir weiter fördern.“

Viele Aktionen

Für die rund 200 Erwachsenen und 150 Kinder waren viele Informationen und Attraktionen geboten. In einer Waldsprechstunde mit Olaf Schmidt, dem ehemaligen Leiter der Landes-anstalt für Wald- und Forstwirtschaft, konnten die Besucher Tier- und Pflanzenarten bestimmen lassen, die sie gefunden oder fotografiert hatten. Von der im Frankenwald seltenen Schlingnatter bis zum imposanten Moschusbockkäfer war alles dabei.

Ein echter Blickfang war eine vom Kreisheimatpfleger Siegfried Scheidig erstellte Plakat-wand zur Waldgeschichte in und um Lauenstein inklusive Bildern des Jugendwaldheims – von seiner Erbauung vor 32 Jahren bis heute.

Die Kinder hatten im Märchenzelt die Möglichkeit, sich aktiv an Märchen zu beteiligen. Zudem gab es Bastelaktionen, einen Abenteuerwald mit Seilgarten, Steinzeitschminken mit Erdfarben und vieles mehr.

Auf großes Interesse stieß die Vorführung „Waldarbeit früher und heute“. Die Gäste konnten mit der Zweimann-Zugsäge ein Stück Holz absägen und die moderne Sicherheitskleidung kennenlernen.

Bei einer Zeitreise ging es um die Entwicklung des Waldes in den vergangenen 600 Jahren. Passend dazu bot Siegfried Scheidig waldgeschichtliche Führungen an. Komplettiert wurden diese durch eine Nacht-wanderung.

Bei Hirschgulasch des Fördervereins Jugendwaldheim und anderen Spezialitäten konnten es sich die Gäste zu musikalischen Klängen von Michael Bergner und Annalena Höhn gemütlich machen. red

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