Schultüten für neue Schulleitungen
Am Freitag stellte Schulamtsdirektorin Gisela Rohde (Vierte von rechts) die neuen Mitarbeiter in der Schulleitung sowie Funktionsträger im Schulamtsbezirk vor. Mit im Bild ist 1. Personalrats-Vorsitzender Jens Schmidt (Zweiter von rechts, hinten).
Am Freitag stellte Schulamtsdirektorin Gisela Rohde (Vierte von rechts) die neuen Mitarbeiter in der Schulleitung sowie Funktionsträger im Schulamtsbezirk vor. Mit im Bild ist 1. Personalrats-Vorsitzender Jens Schmidt (Zweiter von rechts, hinten).
Foto: Heike Schülein
Kronach – Neustart  In das neue Schuljahr starten am Dienstag nicht nur 529 Erstklässler, sondern auch neue Mitarbeiter in den Schulleitungen beziehungsweise Funktionsträger.

Neuer Schulleiter an der GMS Windheim ist Bernd Jungkunz, neue Schulleiterin an der GS Johannisthal Ute Pechtold. Ihre neuen Stellvertreter sind in Windheim Michael Zenk sowie in Johannisthal Nicole Steube. Auch die Glückauf-Grundschule in Stockheim hat mit Tina Rebhan eine neue stellvertretende Schulleitung. Als Beratungsrektorin Schulpsychologie folgt Dr. Doroté Heil auf Sabine Cortese. Zudem gibt es drei neue Fachberater im Schulamtsbezirk: Benjamin Vetter für Englisch, Susanne Vogler für Verkehr und Sicherheit sowie Christin Löffler für Umwelt. Neue Verwaltungsangestellte im Schulamtssekretariat ist seit Februar dieses Jahres Jennifer Gareis. Bis auf Doroté Heil sowie Ute Pechtold waren alle bereits im Schulamtsbezirk Kronach tätig.

Neue Kräfte für den Landkreis

Interessiert befragte Schulamtsdirektorin Gisela Rohde die neuen Schulleitungen bzw. Funktionsträger nach ihrem beruflichen Werdegang. Die meisten von ihnen sind familiär „vorbelastet“ – wie Bernd Jungkunz, dessen Vater bereits Schulleiter war. „Das Lehramt-Studium ist – neben meiner Familie das Glück meines Lebens“, strahlt der Teuschnitzer, der lange Jahre an der MS Pressig unterrichtete. Zuletzt war er seit 2019 Konrektor in Sonnefeld sowie von 2019 bis 2021 auch MathePlus-Koordinator bei der Regierung von Oberfranken. Sein Stellvertreter Michael Zenk wuchs bereits in der Lehrer-Dienstwohnung seines Vaters auf. Als Mittelschullehrkraft war er bislang in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 in Kronach, Pressig, Rödental sowie seit September 2012 in Windheim im Einsatz.

Von der Bank an die Schultafel

Auch die neue stellvertretende Schulleiterin der Grundschule Johannisthal, Nicole Steube, stammt aus einer Lehrer-familie. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung bei der Bank. „Ich wusste aber schon nach ein paar Wochen, dass das nichts für mich ist“, erinnert sie sich. Nach ihrer Ausbildung studierte sie Grundschullehramt. Bislang war sie an der Grund- und Mittelschule in Sonnefeld sowie an der Grundschule Weidhausen tätig. Ein kurzer Einsatz führte sie ins Schulamt Coburg, bevor sie seit September 2020 in Johannisthal unterrichtet. Gänzlich „unvorbelastet“ ist die neue Schulleiterin Ute Pechtold aus Sonnefeld. Beruflich habe sie mit Kindern arbeiten, etwas mit Ernährungswissenschaften machen und sich in der Musik ausleben wollen. Ihr Studium Lehramt an Grundschulen an der Ludwig-Maximilians-Universität München (EWS und Didaktik GS) sei sozusagen eine Kombination aus allem gewesen. Berufliche Stationen waren bisher im Landkreis Landsberg, Erding sowie Coburg.

In der Familie von Tina Rebhan war vor ihr niemand Lehrer und es hatte auch bislang keiner studiert. Die neue stellvertretende Schulleiterin in Stockheim verdankt ihr berufliches Glück insbesondere auch ihrem einstigen Geschichtslehrer am Frankenwald-Gymnasium. Seit 2014 ist sie in Stockheim an der Glück-Auf-Grundschule tätig sowie in anderen Schulen des Landkreises als Mobile Reserve. Auch ihr Ehemann ist Lehrer. Er unterrichtet an der Berufsschule Coburg.

Doroté Heil wurde in Rio de Janeiro geboren. Sie studierte Schulpsychologie und Grundschullehramt an der LMU München. Ab 2011 war sie als Staatliche Schulpsychologin zuständig für Schulen in Stadt und Landkreis Forchheim. In der Pubertät habe sich ihr Interesse für Psychologie herauskristallisiert. „Ich war gerne Lehrerin. Aber am meisten hat mir die Beratung der Kinder und Schulleitung gefallen“, bekundete sie.

Drei neue Fachberater

Für Benjamin Vetter gab es zwei berufliche Alternativen: Astronaut oder – wie sein Vater – Lehrer. Da man auch in der Schule Höhenflüge machen könne und Ferien etwas sehr Schönes seien, entschied er sich für den Lehrerberuf. Seine meisten beruflichen Jahre verbrachte er an der Mittelschule Kronach. Die Förderlehrerin Susanne Vogler unterrichtet seit Januar 2013 an der Gottfried-Neukam-Mittelschule. Im Zusammenhang mit ihrem neuen Amt wird sie auch wieder einen Tag an ihrer „alten“ Schule – der Lucas-Cranach-Schule – tätig sein. Auf ihre neue Herausforderung als Fachberaterin freut sich auch Christin Löffler. „Das Lehramt-Studium war die beste Entscheidung meines Lebens“, resümiert die Lehrerin an der Lucas-Cranach-Grundschule, die in ihrer neuen Funktion Kinder an die Natur und den Umweltschutz heranführen möchte.

Personalrats-Vorsitzender Jens Schmidt wünschte ihnen allen ein gutes Händchen in ihren so herausfordernden Aufgabengebieten. Wichtig sei auch die richtige Balance. „Sie alle treten nunmehr ein Stück weit über ihr Lehrerdasein hinaus“, würdigte Schulamtsdirektorin Gisela Rohde, die appellierte: „Haben Sie Mut, probieren Sie sich aus, werden Sie kreativ und haben Sie keine Angst vor Fehlern“ – und vor allem: „Bewahren Sie sich Ihre Freude!“