Präventionsprojekt
Sechs weitere Grundschulen machen beim Gesundheitsprogramm „Klasse 2000“ mit
In der Glück-Auf-Grundschule Stockheim wurden die Patenschaftsurkunden an die Gesundheitsförderer aus sechs Grundschulen im Landkreis überreicht. Mit auf dem Bild sind AOK-Direktor Christian Grebner (links), Schulamtsdirektorin Gisela Rohde (hinten, Vierte von links) sowie (von rechts) Gerhard Wunder (Landratsstellvertreter), Bürgermeister Rainer Detsch, Rektorin Astrid Kestel mit Gesundheitsförderern der Schulen und den Schülern der Klasse 1b der Grundschule Stockheim.
In der Glück-Auf-Grundschule Stockheim wurden die Patenschaftsurkunden an die Gesundheitsförderer aus sechs Grundschulen im Landkreis überreicht. Mit auf dem Bild sind AOK-Direktor Christian Grebner (links), Schulamtsdirektorin Gisela Rohde (hinten, Vierte von links) sowie (von rechts) Gerhard Wunder (Landratsstellvertreter), Bürgermeister Rainer Detsch, Rektorin Astrid Kestel mit Gesundheitsförderern der Schulen und den Schülern der Klasse 1b der Grundschule Stockheim.
Foto: Karl-Heinz Hofmann
Stockheim – Karl-Heinz Hofmann In der Glück-Auf-Grundschule Stockheim überreichte der Coburger AOK-Direktor Christian Grebner die Patenschaftsurkunden für das Prä...

Karl-Heinz Hofmann

In der Glück-Auf-Grundschule Stockheim überreichte der Coburger AOK-Direktor Christian Grebner die Patenschaftsurkunden für das Präventionsprojekt „Klasse 2000“. Allein in diesem Jahr kommen 166 Schüler aus sechs Grundschulen neu hinzu, mit denen die Gesundheitsförderer der Lucas-Cranach-Grundschule Kronach, der Glück-Auf-Grundschule Stockheim sowie der Grundschulen Pressig, Steinwiesen, Teuschnitz und Wallenfels das Präventionsprogramm durchführen.

Die Intentionen des Programmes

Bei der „Klasse 2000“ geht es nicht nur um die Gesundheitsförderung, sondern auch um Sozialkompetenzen sowie Sucht- und Gewaltprävention für Mädchen und Buben in den Grundschulklassen. Kurz gesagt, es geht darum, ein gesundes, starkes und selbstbewusstes Aufwachsen der Kinder zu ermöglichen.

„Trotz Corona und der damit einhergehenden Beschränkungen bietet ,Klasse 2000‘ passgenaue Lösungen, so dass die Kinder auch während eines Unterrichts unter besonderen Hygienemaßnahmen das Thema ,Gesundheit‘ für sich entdecken können“, sagte Grebner. Die Gesundheitsförderer von „Klasse 2000“ passten ihre Unterrichtseinheiten stets den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort in Abstimmung mit den Lehrkräften an. Zudem könnten Lehrkräfte, Schüler und Eltern ergänzend zu den Unterrichtsvorschlägen und Begleitmaterialien zusätzlich die Lern-Website www.klaro-labor.de nutzen. Hier fänden die Kinder Vorschläge für Bewegungspausen, Entspannungsgeschichten und weitere Tipps aus dem Klasse-2000- Programm, die sie interaktiv und spielerisch bearbeiten könnten. Mit dem von der AOK finanzierten Schulprogramm könne verstärkt und vor allem aktiv Gesundheitsförderung in den Stundenplan und in den Schulalltag integriert werden.

„Gemeinsam gestalten wir die gute, gesunde und sichere Schule für uns alle!“ Dieses Leitbild der Glück-Auf-Grundschule skizzierte Rektorin Astrid Kestel.

„Wichtiges Erziehungselement“

Schulamtsdirektorin Gisela Rohde stellte die Wichtigkeit des Projektes heraus. Für den Schulalltag seien solche lebensbejahenden Programme mit ihrer Gesundheitsförderung, aber auch mit den sozialen Kontakten, die dabei entstünden, schon in den Grundschulen ein sehr wichtiges Element der Erziehung.

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder erklärte, Prävention bedeute auch Kosteneinsparung nicht nur im Gesundheitssystem, sondern auch im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Bürgermeister Rainer Detsch fand das Projekt hervorragend und stellte zugleich kritisch fest, „dass wir besonders im vergangenen Jahr in unserer Gesellschaft die Kinder vernachlässigt haben. Damit muss Schluss sein, Kinder haben Vorrang“, meinte das Gemeindeoberhaupt.

Er kritisierte auch die Lüftungsdebatten an den Schulen: „Aus einer Konferenz des Kultus- und des Finanzministeriums war zu hören, dass im Schnellverfahren Lüftungsgeräte für Schulen beschafft werden sollen. Wir sprechen hier für Bayern von 110 000 Geräten, deren Wirksamkeit nach wie vor umstritten ist. Unabhängig davon sagen alle Experten, dass Stoßlüften über die Fenster weiterhin zwingend Voraussetzung sei.“

Beispielgebend nannte er dagegen das Projekt „Klasse 2000“.

Direktor Grebner wies auf die Nachhaltigkeit des Projektes hin. Dies zeige sich auch am dauerhaften Interesse der Schulen und den steigenden Teilnehmerzahlen: Im Landkreis Kronach beteiligten sich neun Grundschulen mit 34 Klassen und 670 Schülern an „Klasse 2000“.