Wallfahrt
Tradition seit 1856
Marie-Therese Wunder (vorne) sowie Timo Schnura (vor Musik rechts) und Horst Schnura (daneben) wurden beim Wallfahrergottesdienst für 20 Wallfahrten von Nordhalben nach Marienweiher ausgezeichnet.
Marie-Therese Wunder (vorne) sowie Timo Schnura (vor Musik rechts) und Horst Schnura (daneben) wurden beim Wallfahrergottesdienst für 20 Wallfahrten von Nordhalben nach Marienweiher ausgezeichnet.
Foto: Michael Wunder
Nordhalben – Es ist schon lange Tradition, dass an Pfingsten die Wallfahrt von Nordhalben nach Marienweiher durchgeführt wird. Corona hat auch bei der Wallfahrt...

Es ist schon lange Tradition, dass an Pfingsten die Wallfahrt von Nordhalben nach Marienweiher durchgeführt wird. Corona hat auch bei der Wallfahrt seine Spuren hinterlassen, so nahmen in diesem Jahr „nur“ 66 Wallfahrer unter der Leitung von Alfred Lunk und Daniel Köstner die Strapazen auf sich und pilgerten zur Basilika nach Marienweiher.

Die Wallfahrer machten sich am Sonntag um 2 Uhr in der Frühe auf die 42 Kilometer lange Strecke. Um 7 Uhr war in Schwarzenstein der erste Wallfahrergottesdienst, am Abend folgte ein Kreuzweg. Am Montag fand um 6 Uhr der Wallfahrergottesdienst in Marienweiher statt. Der Pater meinte, dass die Menschen in dieser Zeit viele Ängste haben, viele bräuchten Mittel gegen Depressionen. „Viele glauben nichts, aber fürchten alles“, der Heilige Geist mache den Menschen Mut, damit sie frei in die Welt hinaus können.

Am Pfingstmontag wurden vor dem Auswallen auch langjährige Wallfahrer ausgezeichnet. Dies waren Erwin Jaksch für 30-malige Teilnahme sowie Horst Schnura, Timo Schnura und Marie-Therese Wunder für 20-malige Teilnahme.

Nach dem Frühstück machte man sich bei „schönem Laufwetter“ auf dem Heimweg. Auf der gleichen Strecke zurück fanden noch eine Andacht und eine Rast in Schwarzenbach statt. Am Abend trafen die Wallfahrer dann wieder in Nordhalben ein, wo sie von Pfarrer Richard F. Reis in der Pfarrkirche St. Bartholomäus empfangen wurden.

Die Nordhalbener Wallfahrt geht auf das Jahr 1856 zurück. Nach dem verheerenden Brand im Ort gelobten die Bürger, als Dank für die große Hilfe beim Wiederaufbau alljährlich eine Wallfahrt zu begehen. Diese führte zunächst nach Maria Kulm im heutigen Tschechien, nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Marienweiher als Wallfahrtsort auserkoren. miw

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