Rikscha
Wolfgang Ferner tritt für Kronacher Senioren kräftig in die Pedale
Rikscha-Pilot Wolfgang Ferner (links) trat auch in diesem Jahr kräftig in die Pedale. Die Dankbarkeit seiner Fahrgäste, darunter (nach rechts) Johanna und Willi Strysio, Theresa Schneider und Timo Heumann ist groß.
Rikscha-Pilot Wolfgang Ferner (links) trat auch in diesem Jahr kräftig in die Pedale. Die Dankbarkeit seiner Fahrgäste, darunter (nach rechts) Johanna und Willi Strysio, Theresa Schneider und Timo Heumann ist groß.
Foto: Heike Schülein
Kronach – Den Fahrtwind in den Haaren spüren, die frische Luft genießen, einfach mal wieder durch Kronach fahren: All das sind Gründe, warum die Bewohner des BR...

Den Fahrtwind in den Haaren spüren, die frische Luft genießen, einfach mal wieder durch Kronach fahren: All das sind Gründe, warum die Bewohner des BRK-Seniorenhauses ihre Fahrrad-Rikscha so lieben. „Es ist eine willkommene Abwechslung“, strahlt Heimbewohnerin Johanna Strysio.

Ermöglicht werden diese Fahrten in dem Hingucker mit dem roten Dach durch den ehrenamtlichen Rikscha-Fahrer Wolfgang Ferner – und das schon im zweiten Jahr.

Kompetent und engagiert

„Mit Wolfgang Ferner haben wir einen kompetenten und engagierten Fahrer, der die Bewohner nicht nur kutschiert, sondern sich auch gerne mit ihnen unterhält“, lobt Theresa Schneider, Teamleitung der sozialen Betreuung. Die Bewohner fühlten sich richtig wohl und genössen die Zeit. Meist meldeten sie sich gleich wieder für eine weitere Fahrt an, weil sie so begeistert seien.

„Da unser Ehrenamtlicher zwei bis drei Mal pro Woche in die Pedale tritt, ist es den Bewohnern möglich, regelmäßig daran teilzunehmen“, freut sich Schneider über die neue und vor allem bequeme Form der Mobilität für Senioren. Bei der Rikscha befindet sich die Fahrgast-Kabine vorne, der Pilot sitzt dahinter.

Das Projekt zielt darauf ab, den Aktionsradius bewegungseingeschränkter Senioren und damit zugleich deren soziale Teilhabe maßgeblich zu erweitern. Die älteren Menschen sollen dadurch ein Stück weit mehr Lebensqualität erfahren. Bis Ende Oktober radelte Wolfgang Ferner mit den Bewohnern durch Kronach, nun ist erst mal Winterpause. Für dieses ehrenamtliche Engagement dankte Pflegedienstleiter Timo Heumann im Namen des BRK sowie aller Bewohner dem ehrenamtlichen „Pedalritter“ – in Vorfreude auf eine weitere gelungene Saison 2022.

Im Winter einiges geplant

Langweilig wird es bis dahin im Seniorenhaus aber bestimmt nicht. Die kommende Zeit wird mit anderen Highlights, etwa durch den kleinen Besuchshund Paul, Gedenk-Andachten oder bald auch musikalische Adventsnachmittage gestaltet. „Bei uns ist immer was los, doch die Freude wird wieder riesig sein, wenn das Frühjahr kommt und wieder geradelt wird“, so die Verantwortlichen. hs