Wunsch nach WC erfüllt
Hervorragend integriert wurde die WC-Anlage auf der Südseite der Pfarrbücherei in unmittelbarer Nähe des Gotteshauses St. Katharina. Von links: Tobias Fiedler, Gerlinde Lieb, Hans Tausch, Sabine Scherbel, Kirchenpfleger Peter Kratochvill, Jürgen Weißerth, Bürgermeister Rainer Detsch sowie Pfarrer Hans-Michael Dinkel.
Hervorragend integriert wurde die WC-Anlage auf der Südseite der Pfarrbücherei in unmittelbarer Nähe des Gotteshauses St. Katharina. Von links: Tobias Fiedler, Gerlinde Lieb, Hans Tausch, Sabine Scherbel, Kirchenpfleger Peter Kratochvill, Jürgen Weißerth, Bürgermeister Rainer Detsch sowie Pfarrer Hans-Michael Dinkel.
Foto: Gerd Fleischmann
Neukenroth – Für die Besucher der Kirche Sankt Katharina Neukenroth und des Friedhofes wurde neben der früheren Pfarrbücherei eine Toiletten-Anlage errichtet, die jetzt ihrer Bestimmung übergeben wurde.

In den letzten beiden Jahren hat sich im Friedhofsbereich rund um das Gotteshaus St. Katharina Neukenroth mächtig viel getan. Die Schaffung eines Urnengrabfeldes mit einem anonymen Urnenfeld, die Versetzung der Niederbronner Grotte vom Kindergarten in den Friedhof sowie die Restaurierung der Mariengrotte am Kirchenvorplatz konnten vorbildlich realisiert werden. Nun ist auch noch ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: die Verwirklichung einer Toiletten-Anlage im unmittelbaren Bereich der Kirche.

Bereits seit 2008 stand das Vorhaben zur Diskussion, denn der Wunsch nach einer WC-Anlage ist seit Jahren groß – besonders bei Gottesdiensten mit langer Dauer, bei Beerdigungen, bei Vereinsfesten mit Kirchenparade sowie bei längeren Pflanzarbeiten an den Gräbern. Die Nutzung einer solchen Anlage im Pfarrhaus mit neuem Zugang von der Westseite aus fand keine Mehrheit. Der Vorschlag des Bauamtes der Erzdiözese Bamberg, die ehemalige Pfarrbücherei als Standort zu nutzen, fand jedoch die Zustimmung von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat.

Kirchenpfleger Peter Kratochvill oblag die organisatorische Leitung sowie die Koordination der Handwerker. Neben den planerischen Aufgaben leisteten Peter Kratochvill, Tobias Fiedler und Hans Tausch 120 Stunden an Eigenleistung. Einschließlich Kanalanschluss und Wasserversorgung verschlingt das Vorhaben 17 000 Euro. Die Erzdiözese trug 65 Prozent der Kosten. Ebenfalls beteiligte sich die Gemeinde mit zehn Prozent. Mit einem beachtlichen Spendenaufkommen signalisierte die Bevölkerung ihr breites Interesse.

Mit der Maßnahme ergab sich keine optische Beeinträchtigung des bestehenden Ensembles. Der barrierefreie Zugang zum WC findet ebenfalls allgemeinen Zuspruch. Die täglichen Öffnungszeiten sind zwischen acht und 20 Uhr. Schließlich ist auch ein automatischer Schließmechanismus installiert worden. Die Reinigung übernimmt auf ehrenamtlicher Basis die ehemalige Pfarrgemeinderätin Gerlinde Lieb.

Detailliert erläuterte Jürgen Weißerth von der Kirchenverwaltung nach dem Sonntagsgottesdienst den Gläubigen die neueste Errungenschaft im kirchlichen Außenbereich. Bürgermeister Rainer Detsch würdigte die bauliche Initiative dieser notwendigen Maßnahme, die barrierefrei realisiert worden sei. Bei dieser Gelegenheit lobte er die vorbildliche Gestaltung des Friedhofs.

Pfarrer Hans-Michael Dinkel äußerte sich anerkennend über das ehrenamtliche Engagement. Ebenfalls dankte er den Gläubigen für die Spendenbereitschaft. So sei in guter Gemeinsamkeit eine ansprechende WC-Anlage entstanden.