Rassegeflügelzucht
Züchter aus ganz Oberfranken kommen nach Neukenroth
Matthias Sprenger, Vorsitzender des KTZV Neukenroth, freut sich auf zahlreiche Teilnehmer der Bezirksversammlung der RGZ Oberfranken. Er züchtet mit Vorliebe die „Sulmtaler", eine robuste und kälteunempfindliche Hühnerrasse.
Matthias Sprenger, Vorsitzender des KTZV Neukenroth, freut sich auf zahlreiche Teilnehmer der Bezirksversammlung der RGZ Oberfranken. Er züchtet mit Vorliebe die „Sulmtaler", eine robuste und kälteunempfindliche Hühnerrasse.
Foto: K.- H. Hofmann
Neukenroth – In der Zecherhalle in Neukenroth findet am Sonntag, 24. April, ab 9 Uhr die Jahreshauptversammlung der Rassegeflügelzüchter des Bezirksverbandes...

In der Zecherhalle in Neukenroth findet am Sonntag, 24. April, ab 9 Uhr die Jahreshauptversammlung der Rassegeflügelzüchter des Bezirksverbandes Oberfrankens statt. Es ist dies die erste Bezirksversammlung, die in Neukenroth stattfindet, was für den kleinen Verein der Kleintierzüchter (KTZV) Neukenroth eine hohe Auszeichnung bedeutet.

Aber auch der Kreisvorsitzende der RGZ Kreisverband Kronach, Klaus Ruppert freut sich, im Kreisverband wieder eine Bezirksversammlung abhalten zu können. Schließlich werden Delegierte aus 126 oberfränkischen Vereinen und neun Kreisverbänden erwartet.

Die Mitgliederstärke im Bezirksverband beläuft sich auf 5903 Mitglieder, davon sind 481 Jugendliche. Dass der BV Oberfranken ein großer Verband innerhalb Deutschlands ist, zeigt die Tatsache, dass er größer ist als zehn der insgesamt 19 Landesverbände im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter. Dem Vorsitzenden des Austragungsvereins, KTZV Neukenroth, Matthias Sprenger, versetzte es einen Adrenalinstoß, als er von der Auswahl zum Veranstaltungsort Neukenroth hörte. Jetzt freut man sich auf den kommenden Sonntag. Denn die letzte Großveranstaltung des Vereins war das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2010 und das liegt nun schon zwölf Jahre zurück. Sprenger: „Es ist für uns eine große Ehre, die Bezirksversammlung ausrichten zu dürfen“.

Matthias Sprenger ist von Kindesbeinen an in die Tierchen verliebt gewesen. Sein Opa, Helmut Sprenger, war über 30 Jahre Erster Vorsitzender und bis zu seinem Tod im Jahr 2010 noch viele Jahre Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender im KTZV Neukenroth. Seit 2015 übernahm Matthias Sprenger den Vorsitz und sein Vater, Edmund Sprenger, steht ihm als Zweiter Vorsitzender zur Seite.

Der Erste Vorsitzende ist gelernter Koch und ist Anhänger und Mitglied der Organisation „Slow food“. Mit Genuss und Verantwortung die Zukunft unserer Ernährung sichern, dafür steht Slow Food. Es ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Lebensmittelsystem einsetzt, welches die biokulturelle Vielfalt und das Tierwohl schützt. „Genau damit kann ich mich identifizieren“, sagt Sprenger. Vor Jahren fiel sein Augenmerk auf die Hühnerrasse „Sulmtaler“. Das ist ein Zweinutzungshuhn, robust und kälteunempfindlich, wobei er auf natürliche Freilandhaltung mit entsprechenden Stallungen Wert legt.

Die Corona-Pandemie hat dem Vereinsleben zu schaffen gemacht. Nach der Bezirksversammlung plant man in Neukenroth die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und will in Zukunft verstärktes Augenmerk auf die Jugendarbeit legen. Die Rassegeflügelzüchter sind Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, die als Individualisten oder in der Gemeinschaft ihr Hobby betreiben. Es werden Puten, Perlhühner, Gänse, Enten, Hühner, Zwerghühner, Rassetauben und Ziergeflügel aus wohl über 1000 verschiedenen Rassen gezüchtet, informiert Sprenger bei einem Rundgang durch sein Hühnergehege mit großen Auslauf und auch der Hahn gehört zur Zucht. Verantwortungsvoller Umgang mit Tieren, Erhalt der Artenvielfalt und des alten Kulturgutes führten in einer technisierten hektischen Zeit zum erforderlichen Ausgleich, ergänzt Klaus Ruppert. eh