Wanderausstellung
Schüler beschäftigen sich mit Sport im Nationalsozialismus
Kulmbach

Die Wanderausstellung „Verehrt – verfolgt – vergessen“ im Stadtarchiv hat die Klasse 10 C der Carl-von-Linde-Realschule zusammen mit Zweitem Konrektor, Matthias Höhn, und ihrer Geschichtslehrerin, Kathrin Hofmann, besucht. Die Ausstellung beschäftigt sich damit, inwiefern beim Fußball-Club FC Bayern München Sportler und Funktionäre unter dem Regime des Nationalsozialismus gelitten haben: exemplarisch dargestellt an neun verschiedenen Persönlichkeiten.

Los ging es mit dem Film „Landauer – der Präsident“, der den Werdegang des Bayern-Machers nachzeichnet und dabei eine Vielzahl an Themen bot. Landauer, ein „Fußballverrückter“ jüdischer Herkunft, tat auch nach seiner Rückkehr aus dem Exil in der Schweiz alles für „seinen“ Verein, dem er bereits vor der Herrschaft der Nationalsozialisten vorgestanden hatte. Ein wenig wurde hier auch für die Schüler deutlich, wie der Anspruch der Bayern, die Nummer Eins im deutschen Fußball zu sein, entstanden ist. Dass gleichzeitig das Leben als Jude im Nachkriegsdeutschland nicht einfach war, stellte der Film in vielen Szenen deutlich unter Beweis. Der Wiederaufbau des Vereins stand für Landauer jedoch an erster Stelle.

In der Nachbearbeitung des Films war es vor allem dieser Zwiespalt, der die Schüler beschäftigte. Entscheidungen wurden ebenso kontrovers diskutiert wie der historische Wahrheitsgehalt des Films. red

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