Mindestlohn-Anhebung
7040 Menschen würden im Landkreis davon profitieren
LKR Lichtenfels – Wer wenig verdient, könnte schon bald mehr im Portemonnaie haben: Die Ampel-Koalition in Berlin plant einen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro pro S...

Wer wenig verdient, könnte schon bald mehr im Portemonnaie haben: Die Ampel-Koalition in Berlin plant einen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde – 2,40 Euro mehr als bislang. Im Kreis Lichtenfels würden davon 7040 Menschen (21 % aller Beschäftigten) profitieren. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin und beruft sich auf eine Analyse des Pestel-Instituts/Hannover. Danach arbeiten im Landkreis derzeit 1560 Beschäftigte zum Mindestlohn. Weitere 5480 liegen zwar darüber, verdienen aber weniger als 12 Euro. „Die versprochene Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro ist ein Meilenstein. Damit werden in der Region die Einkommen vieler Beschäftigter deutlich steigen – insbesondere in Hotels, Gaststätten, Bäckereien oder Fleischereien. Sie arbeiten häufig zu Löhnen, die zum Leben nicht reichen – auch weil Unternehmen ausgehandelte Tarifverträge unterlaufen“, sagt Michael Grundl, Geschäftsführer der NGG-Region Oberfranken. Die Gewerkschaft, die sich schon vor Jahren dafür stark gemacht hatte, fordert die neue Bundesregierung auf, die Erhöhung rasch auf den Weg zu bringen. Dies käme auch der regionalen Wirtschaft zugute: Nach Angaben des Pestel-Instituts würde die Kaufkraft im Landkreis um elf Mio. Euro pro Jahr steigen. red