Jubiläum
75 Jahre SPD-Ortsverein Unterlangenstadt
Unterlangenstadt – Trotz des schlechten Wetters zeigte sich der Vorsitzende Egon Neder beim Kaffeenachmittag des SPD-Ortsvereins Unterlangenstadt zum 75. Jubiläum sehr z...

Trotz des schlechten Wetters zeigte sich der Vorsitzende Egon Neder beim Kaffeenachmittag des SPD-Ortsvereins Unterlangenstadt zum 75. Jubiläum sehr zufrieden. Neben Bürgern aus der Gemeinde konnte man Vertreter der SPD-Ortsvereine aus dem Landkreis mit Kreisvorsitzendem Sebastian Müller an der Spitze begrüßen. Bis 1972 war Unterlangenstadt im Landkreis Kronach. Auch der damalige Landrat Heinz Köhler, später MdL, MdB und MdE, kam nun zum Jubiläum.

SPD-Kreisvorsitzender Müller lobte die gute Arbeit des kleinen SPD-Ortsvereins. Zweiter Bürgermeister Christian Zorn überbrachte die besten Grüße und Glückwünsche der Gemeinde. Er gratulierte auch namens der örtlichen Vereine.

Als Stellvertreterin des Landrats sprach Monika Faber dem SPD-Ortsverein Glückwünsche aus, dabei stellte sie auch sein starkes Wirken vor Ort heraus. Sie ging auch auf die Bedeutung der Frauen in der Politik ein und hob dabei die Frauenseniorengemeinschaft der SPD hervor. „Man braucht die Frauen“, so Monika Faber.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Redwitz, Jochen Körner, betonte die Solidarität und Gemeinschaft der SPD in der Verwaltungsgemeinschaft Redwitz. Es herrsche Freundschaft und gute Zusammenarbeit zwischen den Marktgraitzern, Redwitzern und Unterlangenstadtern wie auch mit den weiteren Ortsteilen.

Bundestagskandidat Simon Moritz erinnerte daran, dass die SPD sich nach dem Zweiten Weltkrieg habe neu finden müssen. „Wir sind diejenigen, die gegen den Rechtsruck Stellung beziehen. Der Kampf für eine solidarische, sozial gerechte Gesellschaft ist eine Aufgabe, die andauert und die unser ureigenes Anliegen ist. Ob für den Mindestlohn, eine auskömmliche Rente, faire Bezahlung oder eine gute Ausbildung, genauso wie für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen – für diese Grundpfeiler eines guten Lebens setzt sich die Sozialdemokratie ein“, sagte Moritz. Eine bedeutende Rolle spiele neben der Digitalisierung auch der Aufstieg durch Bildung. Im September bei der Bundestagswahl würden die entscheidenden Weichen für die kommenden Jahrzehnte gestellt.

Vorsitzender Neder sicherte die volle Unterstützung zu. Er ging kurz noch auf die Chronik des Ortsvereins ein, wobei er den Neubau der Rodachbrücke Anfang der 70er Jahre als das alles beherrschende Thema hervorhob. Eine Mammutaufgabe für eine so kleine Gemeinde. Neder: „Erste Berechnungen waren auf eine Bausumme von 900 000 DM gekommen, damals viel Geld für Unterlangenstadt. Obwohl der Brückenbau schon einmal gegenüber einer Delegation der Freien Wähler abgelehnt wurde, zeigte sich Bürgermeister Julius Janus von seiner hartnäckigen Seite.“ Neder erreichte schließlich doch die Genehmigung der notwendigen Zuschüsse. Im Oktober 1973 wurde die alte Brücke als Notbrücke versetzt. Diese alte Brücke hatte im Volksmund den Spitznamen „Klavier“. Der Belag war aus Holz und sah aus wie Klaviertasten und beim Drüberfahren klapperte es anständig. Die Baukosten beliefen sich zum Schluss auf 1 054 000 DM. Die Einweihung der Rodachbrücke wurde am 12. Oktober 1974 in einem feierlichen Rahmen mit den geladenen Gästen – Erstem Bürgermeister Harald Gampert und seinem Stellvertreter Willy Wagner aus Redwitz, Landrat Helmut Walther sowie den Abgeordneten – und der Gesamtbevölkerung von Unterlangenstadt durchgeführt.

Thomas Micheel