Die Islinger Märchentante
Im Indianerzelt gibt es natürlich Indianermärchen zu hören.
Im Indianerzelt gibt es natürlich Indianermärchen zu hören.
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Lichtenfels – Die Spendenaktion „Franken helfen Franken“ unterstützt stellvertretend für die Aktiven Bürger Margit Schreppel.

Was gibt es für Ideen und wie kann man sie unter Corona-Bedingungen umsetzen? Fragen, die bei einem gemütlichen Plausch mitten im Wald beantwortet wurden. Die Location war ungewöhnlich, das Thema auch. Margit Schreppel, ausgebildete Märchenerzählerin, und Josef Breunlein von den Aktiven Bürgern Lichtenfels waren sichtlich begeistert von der unverhofften Geldzuwendung durch die Spendenaktion „Franken helfen Franken“.

Mit „besten Dank für die tolle Spendenaktion!“ begrüßt Josef Breunlein Margit Schreppel und die Pressevertreterin. Kurz stellte er seine Organisation vor: Die „Bürgerstiftung für Jugend und Familie im Landkreis Lichtenfels“ ist eine kleinere Stiftung und besteht seit rund 15 Jahren. Kernanliegen sind die Förderung von Jugend, Familie und Ehrenamt. Markantestes Projekt seit nunmehr neun Jahren sei der Marktplatz für das Ehrenamt unter dem Begriff „Aktive Bürger Lichtenfels“. Er ist hier im Organisationsteam. „Unter diesem Dach organisieren wir das ehrenamtliche Engagement von derzeit rund 400 Bürgern im gesamten Landkreis“, erklärt Josef Breunlein. Schwerpunkte seien Kindergärten und Schulen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen sowie Integrationsarbeit und die Tafeln.

„Märchenkanal“ aufgebaut

Dabei arbeiten sie auch mit einer ausgebildeten Märchenerzählerin zusammen, Margit Schreppel aus Isling. Die hat Anfang 2020 ehrenamtlich einen kostenfrei rund um die Uhr zugänglichen „Märchenkanal“ aufgebaut und fügt immer wieder neue Inhalte hinzu (Zugang über www.youtube.com unter dem Suchbegriff „Margits Märchenkanal“). Außerdem hat sich Margit Schreppel bereiterklärt, monatlich mindestens eine gezielt gestaltete Märchenstunde in den infrage kommenden Einrichtungen im Landkreis einzubringen. „Aufgrund der momentanen Bestimmungen können leider keine Märchenveranstaltungen stattfinden“, bedauert Margit Schreppel. Schade, denn Märchen mit ihren Weisheiten und Botschaften seien wundervolle Hoffnungsträger für uns alle, fügt sie an.

Sie geht davon aus, dass die ersten Veranstaltungen, die wieder stattfinden dürfen, wohl in den Außenbereichen seien. Deswegen war ihr Wunsch eine kleine Verstärkeranlage, damit die kleinen und großen Zuhörer sie besser verstehen können. Die wurde nun von der Spende angeschafft und kann auch hier im „Eulenwald“ gut zum Einsatz kommen. Der „Eulenwald“ ist ein kleines Refugium am Waldrand in der Nähe von Isling. Kinder bringen Sitzkissen oder Isomatten mit, lauschen der Erzählerin, die sie mit in die magische Welt der Märchen nimmt.

Mit Zauberhut und Zauberstab

Was Margit Schreppels Erzählungen so besonders macht, ist eigentlich das Gesamtpaket: erleben, darüber sprechen, in die Figuren spielerisch hineinschlüpfen mit Zauberhut und Zauberstab – das gehört mit dazu.

Indianermärchen erzählt sie im großen Indianerzelt. Für Märchen aus 1001 Nacht hat sie Düfte und passenden Accessoires dabei. Nach dem Erzählen werde gebastelt, Stockbrot gebacken, ein kleines Lagerfeuer gemacht oder das eben Gehörte gemalt. Mit nach Hause bekämen Kinder – je nach Märchen – einen Goldtaler, eine „verzauberte“ Blume, Muscheln, eine Zauberfeder oder einen Glücksstein. In ihrer Schatztruhe seien aber noch viele weitere Überraschungen, sagt sie freudig.

Sie besucht auch Behinderteneinrichtungen oder erzählt ihre Märchen in Seniorenheimen und bei Flüchtlingskindern in der Region. Für weitere Informationen rund um Märchen ist Margit Schreppel telefonisch zu erreichen unter 0176/41602346.