Bauvorhaben
Ebensfelder Bauhof soll für eine Million Euro erweitert werden
Platzprobleme bei der Unterbringung von Geräten und nicht mehr erfüllbare Auflagen betreffend der Sozialräume – das Bauhof-Gebäude (links) soll erweitert werden.
Platzprobleme bei der Unterbringung von Geräten und nicht mehr erfüllbare Auflagen betreffend der Sozialräume – das Bauhof-Gebäude (links) soll erweitert werden.
Foto: Mario Deller
Ebensfeld

Grünes Licht gab der Gemeinderat für die als dringend notwendig erachtete Erweiterung des gemeindlichen Bauhofs auf dem jetzigen Bauhofgelände neben dem Rathaus mit Schaffung von Sozialräumen, Schreinerwerkstatt und sieben neuen Stellplätzen. Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund eine Million Euro.

Gleich mehrere Gründe ließen die Notwendigkeit der Investition erkennen: So entsprechen die Sozialräume nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen, die Unterstellmöglichkeiten für Fahrzeuge und Geräte sind zu gering – es muss auf anderweitige Gebäude und Hallen in Ebensfeld und Kutzenberg ausgewichen werden. Für die Gefahrstoffe gibt es keine separaten Räume. Eine Erweiterung des Bauhofes verbessert die Sicherheit und Arbeitsabläufe wesentlich, hieß es.

Nachdem ein im Februar 2021 erarbeitetes Verkehrskonzept nur auf plausiblen Annahmen beruhte, forderte das Staatliche Bauamt im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens „Gewerbegebiet Ebensfeld Nord III“ im Juni 2021 die Vorlage einer qualifizierten Verkehrsuntersuchung. Das Gremium beschloss nun, eine solche zu erstellen, welche neben weiteren Schritten eine Hochrechnung der Verkehrsbelastung beinhaltet. Die Maßnahme ist im diesjährigen Haushaltsplan mit 50.000 Euro Planungskosten vorgesehen.

Um bei Starkregenereignissen die Gefahren an Gewässern dritte Ordnung im Gemeindegebiet zu reduzieren, kommt dem sogenannten „Sturzflutmanagement“ eine wichtige Rolle zu. Das Gremium beschloss die Initiierung eines entsprechenden interdisziplinären Konzepts für ein Sturzflut-Risikomanagement, welches mit 75 Prozent gefördert wird.

Vor dem Hintergrund der an der Hauptstraße in Ebensfeld entstehenden Fördereinrichtung von Regens Wagner wird im dortigen Bereich nach einem in der Sitzung erfolgten Grundsatzbeschluss der Markt Ebensfeld in enger Zusammenarbeit mit dem staatlichen Bauamt eine Fußgängerampel („Drückampel“) errichten. Auch die Behörde hatte eine solche als sinnvoll erachtet.

Trinkwasserbrunnenkommt

Nach einem Antrag der SPD-Fraktion beschloss das Gremium bei drei Gegenstimmen die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens in Ebensfeld. Als Standort auserkoren wurde eine öffentliche Grünfläche an der Einmündung Gries in die Sudetenstraße. Die Kosten belaufen sich geschätzt auf 14.000 Euro, allerdings gewährt ein neues Sonderförderprogramm des Freistaats einen Zuschuss von 90 Prozent.