Gemeinderat (2)
Feuerwehr will sich bei Bau des neuen Gerätehauses mit einbringen
Das Strössendorfer Feuerwehrgerätehaus ist in die Jahre gekommen. Es soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Das Strössendorfer Feuerwehrgerätehaus ist in die Jahre gekommen. Es soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Foto: Stephan Stöckel
Altenkunstadt – Am Feuerwehrgerätehaus der Strössendorfer Floriansjünger nagt der Zahn der Zeit. Kommandant Daniel Domes bezeichnete die Bausubstanz des 1980 eingewei...

Am Feuerwehrgerätehaus der Strössendorfer Floriansjünger nagt der Zahn der Zeit. Kommandant Daniel Domes bezeichnete die Bausubstanz des 1980 eingeweihten Gebäudes in der Gemeinderatssitzung als „nicht mehr so toll“. Im Boden seien Risse aufgetreten, die Stromversorgung mangelhaft und anstelle eines Kanals sei nur eine Sickergrube vorhanden. Gemeinsam mit Feuerwehrmann Christian Mittelstädt stellte er die Planung für einen Neubau vor.

Das alte Gerätehaus wollen die Feuerwehrmänner aus Strössendorf abreißen und mit viel Eigenleistung auf der Wiese dahinter ein schmuckes neues errichten. Die Größe der neuen Halle bezifferte der Referent auf 90, der übrigen Räumlichkeiten auf 220 Quadratmeter. Dazu zählen ein Schulungs- und ein Mehrzweckraum sowie Toiletten. Angedacht ist eine ebenerdige, barrierefreie Ausführung mit Behindertentoilette. Auch Parkplätze sowie ein Wasch- und Übungsplatz sind vorgesehen.

Kostenfrage vertagt

Bei der Frage nach den Kosten, die Gemeinderat Gunther Czepera (CSU) angeschnitten hatte, mussten die Vertreter der Feuerwehr passen. Man verständigte sich darauf, in einer der nächsten Sitzungen eine konkrete Kostenschätzung vorzulegen. Derzeit schlängelt sich eine Autolawine, darunter viele Lkws, durch den Ortskern von Altenkunstadt. Grund: die Sanierung der Weismainer Straße, die sich insgesamt acht Wochen hinzieht. Hans-Werner Schuster (CSU) beklagte die immense Belastung für die Anwohner. Zudem seien die Ortsstraßen nicht ausgelegt für so viele Fahrzeuge. Zudem habe ein Dauerparker im Halteverbot die Situation noch verschlimmert. „Und die Polizei ist auch noch dreimal an ihm vorbeigefahren“, erregte sich der Gemeinderat.

Almut Schuhmann (SPD) berichtete von geparkten Baufahrzeugen in der Theodor-Heuß-Straße, die die Situation ebenfalls verschlimmern würden. „Wenn es nicht funktioniert, dann müssen wir beim Staatlichen Straßenbauamt, das die innerörtliche Umleitung angeordnet hat, nachhaken“, versicherte Bürgermeister Robert Hümmer.

Hümmer informierte über die Auftragsvergaben, die das Gremium im August in nichtöffentlicher Sitzung gefasst hatte. Das Weismainer Bauunternehmen Dechant wird für 3,5 Millionen Euro das Areal rund um die Raiffeisenbank zu Altenkunstadts „Neuer Mitte“ umgestalten.

Im Rahmen der Generalsanierung der Grundschule entstanden Mehrkosten: Bei den Putz- und Malerarbeiten belaufen sie sich auf 125 252 Euro, bei dem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) auf 31 395 Euro. Die Firma Wehrfritz aus Bad Rodach stattet die Ganztagesschule und den Hort in der Grundschule mit Möbeln im Wert von 64 600 Euro aus. Das Altenkunstadter Illusion Studio dokumentiert die im Rahmen der Städtebauförderung durchgeführten Erneuerungsmaßnahmen zum Preis von 14 529 Euro.