Handwerkskammer
Glückwünsche an die Besten: Meisterpakete übergeben
Vertreter der Handwerkskammer überreichen Stefan Meiners (Mitte) das Meisterpaket.
Vertreter der Handwerkskammer überreichen Stefan Meiners (Mitte) das Meisterpaket.
Foto: Ronald Rinklef
Lichtenfels – Vorstand und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken würdigten die hervorragenden Leistungen der neuen Jungmeister mit der pers...

Vorstand und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken würdigten die hervorragenden Leistungen der neuen Jungmeister mit der persönlichen Übergabe des Meisterpakets.

Es war alles angerichtet für eine würdige Feier für die 371 Jungmeister, die 2020 und 2021 bei der HWK ihren Meistertitel erworben haben. Doch coronabedingt kam es anders, die große Feier musste kurzfristig abgesagt werden. Die Kammer hatte jedoch für diesen Fall einen „Plan B“ vorbereitet und für jeden Meister ein eigenes Meisterpaket gepackt, das neben dem Meisterbrief noch ein paar kulinarische Spezialitäten aus Oberfranken und eine persönliche „Meisterausstattung“ enthielt.

Während die meisten Pakete per Post verschickt wurden, haben Vorstand und Geschäftsführung der HWK den neun besten Prüfungsabsolventen aus Oberfranken, die ihre Meisterschulen mit hervorragenden oder besonders guten Leistungen absolviert hatten, ihre Meisterpakete persönlich überbracht.

„Schließlich sind diese Jungmeister unsere absoluten Aushängeschilder. Symbolisch für alle Meisterschulabsolventen wollten wir mit diesen persönlichen Übergaben unsere Wertschätzung für deren Leistungen ausdrücken“, erklärt Präsident Matthias Graßmann die Glückwunschaktion. „Wir sind stolz darauf, solch engagierte und leistungsstarke Handwerker in unseren Reihen zu haben!“ Beeindruckend sind der Werdegang und die Ziele des erfolgreichen Absolventen aus dem Raum Lichtenfels, Stefan Meiners. „Der Meistertitel war für mich zunächst mal eine Pflicht“, sagt der 42-jährige Korb- und Flechtwerkgestaltermeister aus Ebensfeld, „denn ich benötige ihn für meine neue Tätigkeit als Fachlehrer an der Staatlichen Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung in Lichtenfels.“ Dennoch hatte er auch viel Spaß daran, weil er seine bisher erworbenen Fähigkeiten noch weiter ausbauen und verbessern konnte.

Bereits im Jahr 2006 legte er an dieser Schule seine Gesellenprüfung ab. Danach zog es ihn in die Schweiz, wo er im Blindenheim Basel zusammen mit sehbehinderten Menschen als Korb- und Flechtwerkgestalter arbeitete und ganz individuelle Kundenaufträge abwickelte. Parallel dazu unterrichtete er die Korbmacher in einer Berufsschule in Brienz.

Zurück in die Heimat

Mit dem neuen Job zog es ihn und seine Familie nun zurück in die Heimat seiner Ehefrau. Der Meisterbrief, den er nun von HWK-Präsident Matthias Graßmann und dem Lichtenfelser Kreishandwerksmeister Mathias Söllner erhielt, eröffnet Stefan Meiners tolle Möglichkeiten: „Die Fachschule hat großes Potenzial, das will ich zusammen mit den Kollegen weiterentwickeln und stärker ausschöpfen.“ Zum anderen möchte er das Flechthandwerk mehr in den Blick der Öffentlichkeit rücken und damit auch attraktiver für den Nachwuchs machen. red