Handball
In der BOL gibt’s wieder ein Lokalderby
Niklas Knauer, Coach der SG Kunstadt/Weidhausen
Niklas Knauer, Coach der SG Kunstadt/Weidhausen
Foto: mts
Lichtenfels – Neue Liga, neuer Trainer, neue Ziele. Das gilt für die beiden Frauenhandball-Teams aus dem Kreis Lichtenfels, den TV Oberwallenstadt und die SG Kunsta...

Neue Liga, neuer Trainer, neue Ziele. Das gilt für die beiden Frauenhandball-Teams aus dem Kreis Lichtenfels, den TV Oberwallenstadt und die SG Kunstadt/Weidhausen. Wobei das für den TVO nicht ganz stimmt. Der Aufsteiger bestritt in der abgebrochenen Saison 2020/21 ein Spiel in der BOL. Die SG Kunstadt/Weidhausen hat sich aus personellen Gründen für einen Rückzug aus der Landesliga in die BOL entschieden. So gibt es in dieser Saison zwei Derbys.

Bezirksoberliga, Frauen

SG Kunstadt/Weidhausen –

SG Münchberg/Helmbr. II

Bei den Frauen der SG Kunstadt/Weidhausen gibt zum Saisonauftakt am Samstag (14 Uhr) in der Michelauer Mainfeldhalle gegen die SG Münchberg/ Helmbrechts II der 21-jährige Niklas Knauer sein Trainerdebüt. Knauer folgt Markus Büschel, der aus beruflichen Gründen seine kurze Zeit als Trainer beendet hat. Knauer ist ein Eigengewächs des TV Weidhausen, das sich ab der C-Jugend beim HSC Coburg zu einem Jugendbundesliga- und Männer-Drittligaspieler entwickelt hat. Derzeit spielt Knauer beim HSV Bad Blankenburg in der thüringischen Oberliga – und findet daneben noch die Zeit, bei der SG erste Erfahrungen als Coach zu sammeln. „Die Arbeit mit der Mannschaft macht mir unglaublich viel Spaß. Alle ziehen mit und gestalten das Training sehr effektiv“, so der neue SG-Coach, der seine taktischen Fähigkeiten an der Seitenlinie womöglich auch aus seiner Leidenschaft zum Schachspiel bezieht. Ähnlich positiv sieht das die Mannschaft. „Das Training bringt uns richtig nach vorne. Wir sind gespannt, was wir gemeinsam bewegen können“, sagt Rückraumspielerin Fabienne Seufert. Bewegen werden sich die SGlerinnen heuer in einer Liga tiefer. Die Gründe für den Rückzug von der Landes- in die Bezirksoberliga liegen darin, dass etwa Spielmacherin Elena Kerling aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Gleiches gilt für eine Vielzahl anderer Spielerinnen. Zudem fehlt zunächst noch die verletzte Nora Glaß. Dennoch stehen dem neuen Trainer ausreichend neue wie auch längst etablierte Talente zur Verfügung. „Die anderen Teams der Liga haben uns zum Meisterschaftsfavoriten erklärt. Wir nehmen diese Rolle gerne an“, sagt Knauer. In der Michelauer Mainfeldhalle gilt die 3G-Regel. Bei entsprechendem Abstand können Masken am Platz abgenommen werden. mts HaSpo Bayreuth II –

TV Oberwallenstadt

Ebenfalls mit neuem Trainer geht der TV Oberwallenstadt in die neue Spielzeit. Tobias van Drachten folgt auf das Trainerduo Simon und Klaus Schröck. „Gemeinsam werden wir eine gute Saison spielen und Spaß haben“, lautet das Motto des neuen TVO-Coachs. In der Jugend spielte van Drachten für den TV Hallstadt, 2012 startete er seine Trainerlaufbahn, unter anderem bei den Frauen der SG Regen und den Männern vom TV Zwiesel, ehe er als Coach der Männer zu seinem Heimatverein zurückkehrte. In der abgelaufenen Saison trainierte er die Herren des HC Bamberg.

Van Drachten freut sich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen in der Bezirksoberliga. Die TVO-Damen sind voller Vorfreude auf die kommende Saison. Vor allem an Motivation fehlt es der Truppe nicht. Das Ziel lautet, sich nach dem Aufstieg in der Bezirksoberliga längerfristig zu etablieren.