Konzert
Kurzweiliges Klangerlebnis im Hof des Seniorenzentrums
Mit Werken bekannter Komponisten begeisterten (von links) Tenor Martin Fösel, Pianistin Gudrun Treutlein und Rebekka Wagner (Violine).
Mit Werken bekannter Komponisten begeisterten (von links) Tenor Martin Fösel, Pianistin Gudrun Treutlein und Rebekka Wagner (Violine).
Foto: Bernd Kleinert
Altenkunstadt – Die Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen und Hygieneregeln ist für ältere Menschen, die ihren Lebensabend in einem Heim verbringen, keine einfache...

Die Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen und Hygieneregeln ist für ältere Menschen, die ihren Lebensabend in einem Heim verbringen, keine einfache Zeit. Umso dankbarer war man daher im Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund für die „musikalische Weltreise“, mit der professionelle Künstler Bewohner und Mitarbeiter überraschten.

„Dieses Konzert werden wir so schnell nicht vergessen. Denn es verwöhnt uns nicht nur mit erlesenem Kunstgenuss, sondern sorgt auch für eine willkommene Abwechslung im Heimalltag“, stellte Betreuungskraft Tanja Dauer vom Sozialen Dienst fest.

Die Veranstaltung ermöglicht hat die in München beheimatete Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation. 1995 von Erich Fischer gegründet, möchte sie vor allem älteren Menschen mit musikalischen Darbietungen auf hohem künstlerischem Niveau schöne Stunden bereiten. „In den 26 Jahren ihres Bestehens hat die Stiftung weit mehr als 11 000 Musikevents organisiert und damit über eine Million Senioren begeistert“, erklärte Tenor Martin Fösel.

Das Konzert fand unter freiem Himmel im großen Innenhof des Seniorenzentrums statt. Die Stühle waren so gestellt, dass zwischen den Zuhörern und zu den Mitwirkenden genügend Abstand gehalten wurde. Manche Heimbewohner lauschten dem Konzert in ihren Zimmern durch das geöffnete Fenster. Unter dem Motto „Durch Länder und Jahrhunderte“ präsentierten drei Künstler eine Stunde lang Werke bekannter Komponisten. Rebekka Wagner, die an der Hochschule für Musik in Nürnberg studiert hat, begeisterte auf der Violine. Bei Gerhard Oppitz in München, einem der bekanntesten deutschen Pianisten, studierte Gudrun Treutlein. Beim Konzert im Altenkunstadter Seniorenzentrum saß sie am Klavier. „Mit unserem Können und unserer Erfahrung wollen wir sowohl ältere Menschen unterhalten als auch der Jugend die Schönheit eines wichtigen Stücks Kulturgut näherbringen. Deshalb sind wir auch viel in Schulen unterwegs“, erzählte Martin Fösel als „Dritter im Bunde“. Der Oberfranke, der in Salzburg studierte, glänzte nicht nur mit seiner ausdrucksstarken Tenorstimme, sondern führte auch humorvoll und charmant durch das Programm.

Die mit Anekdoten gewürzte „Reise durch Länder und Jahrhunderte“ gestaltete sich für die Zuhörer zu einem kurzweiligen Klangerlebnis. Im zweiten Teil sangen Mitwirkende und Zuhörer beliebte Volkslieder wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Der Applaus des Publikums war derart herzlich, dass die Interpreten um eine Zugabe nicht herumkamen. bkl