Ortstermin
Planungsspaziergang in Ebensfeld stößt auf wenig Interesse
Doris Lunkenbein (Mitte) wohnt mit ihrer Familie direkt an der Hauptstraße – sie lobt den Baumbestand, aber kritisiert den Schwerlastverkehr: „Ab 9 Uhr ist hier die Hölle los!“
Doris Lunkenbein (Mitte) wohnt mit ihrer Familie direkt an der Hauptstraße – sie lobt den Baumbestand, aber kritisiert den Schwerlastverkehr: „Ab 9 Uhr ist hier die Hölle los!“
Foto: M. Schütz
Ebensfeld – „Liebe Bürgerinnen und Bürger, der Markt Ebensfeld erarbeitet aktuell gemeinsam mit den Planungsbüros Architekten Stadtplaner Franke  +  Messmer  und ...

„Liebe Bürgerinnen und Bürger, der Markt Ebensfeld erarbeitet aktuell gemeinsam mit den Planungsbüros Architekten Stadtplaner Franke  +  Messmer  und Geo-Plan ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek).“ So kündigte Bernhard Storath, Erster Bürgermeister von Ebensfeld, einige anstehende Projekte der Gemeinde an. Während bei der Auftaktveranstaltung im Juli an die 40 Bürger zum ersten Gespräch in der Turnhalle anwesend waren, kamen zum ersten der beiden im Oktober stattfindenden Begehungstermine am Samstag gerade mal vier Personen.

Vielleicht war es der frühen Uhrzeit geschuldet, vielleicht war es den Ebensfeldern bei plus fünf Grad um neun Uhr einfach zu kalt – oder hatten sie etwa kein Interesse? Bürgermeister Storath und Stadtplaner Jörg Franke jedenfalls waren etwas enttäuscht.

Dennoch starteten Städteplaner, Storath, einige Gemeinderäte und der Seniorenbeauftragte Kurt Hammer zum zweistündigen Rundgang durch den Kernort. Die im Vorfeld genannten Problemsituationen genauer anzusehen, Handlungsbedarf festzustellen, aber auch Potenziale genauer unter die Lupe zu nehmen, waren Inhalt der Begehung.

Beim Treffpunkt bei der Wäscherei Schick am Ortsausgang startete die Kommission. Man sah sich die Knackpunkte „Parkplätze“ an, den nicht wirklich attraktiven Kellbach, besichtigte das leicht verwahrloste Grundstückes neben dem Einkaufsmarkt Rewe, wo ein neuer Getränkemarkt entstehen soll, und auch die enge Situation im Ortskern/Untere Straße mit der Friedenslinde, die kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit nimmt, zu erweitern. „Heute ist nur Begehung, heute gibt es keine Lösungsvorschläge“, antwortete Franke auf Nachfrage von Martin Wunner und Doris Lunkenbein, und notierte sich die genannten Punkte. Da waren auch die Ortsansicht von Unterleiterbach kommend im Blickfeld, die Parksituation der Privathaushalte in der Unteren Straße und das hohe Verkehrsaufkommen in der Hauptstraße. Der zweite Termin der Isek- Begehung ist am Freitag, 29. Oktober, um 14 Uhr. Treffpunkt dafür ist der Pendlerparkplatz in Kutzenberg.