Umwelttipp
Regionales Grillgut senkt Emissionen und stärkt die Region
Der Genuss von Gemüse und regionalem Grillgut ist gut für das Klima.
Der Genuss von Gemüse und regionalem Grillgut ist gut für das Klima.
Foto: Landratsamt Lichtenfels/Anika Leimeister
Lichtenfels

Die Grill-Saison ist im vollen Gange. Umweltfreundlich ist das aber oft nicht: angefangen von Billigfleisch, über Einweggrills und chemische Grillanzünder. Tipps, wie Grillen klimafreundlicher gestaltet werden kann, gibt es hier.

Wahl des Grills

Bei der Wahl des Grills können CO2-Emissionen bereits durch das Nutzen von Solar-, Gas- oder Elektrogrills gesenkt werden. Entscheidet man sich für die klassische Variante, so ist zu bemerken: In fast jeder zweiten Grillkohle steckt Holz aus ökologisch wertvollen Tropenwäldern. Hierfür gibt es Alternativen wie Grillbriketts aus Olivenkernen oder Weinstöcken.

Außerdem sollte Kohle mit vertrauenswürdigen Siegeln wie FSC, Naturland bzw. Bio-Siegel genutzt werden. Heimische Holzkohle ist zu bevorzugen. Zertifizierte Holzkohle ist in vielen Baumärkten, Supermärkten und Tankstellen erhältlich. Um die gewählte Holzkohle anzuzünden, sollte man auf chemische Grillanzünder verzichten. Alternativ kann man Reisig, Holzspäne, Pappe oder Wachs verwenden.

Regionales Grillgut

Nahezu 95 Prozent der beim Grillen anfallenden klimarelevanten Emissionen werden laut Ökobilanz-Studie des TÜV Rheinland durch das Grillgut selbst verursacht.

Weniger und hochwertigeres Fleisch, mehr Gemüse, Bioprodukte und regionale, saisonale Produkte sind am besten für die Umwelt und stärken die Region. Einwegteller und Einwegbesteck sollten durch Mehrweggeschirr ausgetauscht werden. Alu-Grillschalen können leicht durch wiederverwendbare Grillschalen aus Edelstahl ersetzt werden.

Auf die Verwendung von Einweg- Grills sollte verzichtet werden. Bei weiteren Fragen zur Thematik steht die Klimaschutzbeauftragte des Landratsamtes Lichtenfels, Anika Leimeister, unter 09571/18-9600 gerne zur Verfügung. red

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