Kirche
Schwester Magdalena feiert erste Profess in Vierzehnheiligen
Schwester Magdalena unterschreibt im Beisein von Kongregationsleiterin Schwester Regina und Pfarrer Roland Huth die Professformel am Altar.
Schwester Magdalena unterschreibt im Beisein von Kongregationsleiterin Schwester Regina und Pfarrer Roland Huth die Professformel am Altar.
Foto: Gerd Klemenz
Lichtenfels – Vor fünf Jahren lief sie zum ersten Mal etwas schüchtern durch das Mutterhaus in Vierzehnheiligen. Mit ein paar stillen Tagen fing alles an. Ihre Ausw...

Vor fünf Jahren lief sie zum ersten Mal etwas schüchtern durch das Mutterhaus in Vierzehnheiligen. Mit ein paar stillen Tagen fing alles an. Ihre Auswahlkriterien für Vierzehnheiligen waren damals gute Zuganbindung und ansprechende Homepage. Die Anfänge des gemeinsamen Weges liegen nun weit zurück. Aus der junge Frau von einst ist Schwester Magdalena geworden, ihre Schritte sind längst nicht mehr schüchtern und vorsichtig, sondern entschlossen, kraftvoll und mutig. Kürzlich durfte sie ihre erste Profess in der Mutterhaus-Kapelle in Vierzehnheiligen feiern.

Den Professgottesdienst zelebrierte Pfarrer Roland Huth, Klinikseelsorger im Klinikum Bamberg, und Pater Bernhard Braun, Spiritual der Kongregation der Franziskusschwestern.„Du, liebe Schwester Magdalena, wirst heute öffentlich dein ,Sein in Gott‘, das in der Taufe grundgelegt ist, vertiefen und konkretisieren. Es geht um dein gut reflektiertes Ja zum Leben in Gelübden und um die Bindung an unsere Kongregation – zunächst für ein Jahr“, so Kongregationsleiterin Schwester Regina Pröls zu Beginn.

„Es ist und bleibt spannend, zu einer Lebensform Ja und Amen zu sagen, die gegen den Mainstream zu gehen scheint, die nicht heraushebt aus anderen Lebensformen, aber ständige Erinnerung daran ist, wem meine uneingeschränkte Liebe gehört und von wem ich mich getragen wissen darf und muss“, erklärte Pfarrer Huth.

Jetzt mit schwarzem Schleier

Nachdem Schwester Magdalena die Professformel am Altar unterschrieben hatte, legte sie den weißen Schleier der Novizin ab und den schwarzen der Schwesternschaft an. „Im September 2016 wurdest du in unsere Kongregation als Präpostulantin aufgenommen. Vor zwei Jahren begann für dich die intensive Zeit der Ordensausbildung, das Noviziat. Dein Noviziat war der erste Ausbildungsgang mit Schwester Franziska als Noviziatsbegleiterin und dein Noviziat war das erste in Nürnberg, also an einem neuen Standort“, berichtete Schwester Regina. Seit 1925 war das Noviziat ununterbrochen im Mutterhaus in Vierzehnheiligen gewesen. Dankesworte richtete die Kongregationsleiterin an Schwester Franziska für ihren Dienst als Leiterin des Noviziats. Für sie seien die letzten Jahre alles andere als ruhig gewesen, so musste sie mehrmals umziehen und im Lockdown Praktikumsstellen suchen. Jetzt endete ihre Beauftragung als Noviziatsleiterin und sogleich beginnt sie als Junioratsleiterin.

Schwester Magdalena wurde im Dezember 1995 als Viktoria Holm in Berchtesgaden geboren und ist auf der Au aufgewachsen. In ihrer Familie spielen Glaube und Kirche eine wichtige Rolle im alltäglichen Leben. So ist sie eng verbunden mit den Traditionen der Kirche und dem Brauchtum aufgewachsen. „2007 haben wir als Familie Urlaub in Italien gemacht. Dort haben wir gemeinsam Assisi besucht. Ich habe das erste Mal vom hl. Franziskus gehört. In der Pfarrei habe ich mich in meiner Jugendzeit im Kirchenchor engagiert. Nach dem Abitur am Gymnasium in Berchtesgaden habe ich das Studium der Pflege dual in München aufgenommen“, erzählt die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Während ihrer Studienzeit wuchs in ihr der Wunsch, ihren Glauben im Alltag intensiver zu leben. Gerd Klemenz

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