Orgelkonzert
Von Bach bis Buxtehude
Itzgrund

Werke von D. Buxtehude, G. Böhm, J. Chr. Bach und J. S. Bach stehen auf dem Programm des Orgelkonzerts in der Schlosskirche zu Lahm (Itzgrund) am Ostersonntag, 17. April, um 17 Uhr. Prof. Ullrich Böhme spielt die Werke unter dem Motto „Christ lag in Todesbanden“. Karten gibt es an der Abendkasse (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei).

Ullrich Böhme war mehr als 35 Jahre lang Thomasorganist an der Kirche, an der Johann Sebastian Bach als Thomaskantor wirkte. In dieser Zeit prägte er das musikalische Leben der Thomaskirche und der Musikstadt Leipzig.

Konzertreisen führen ihn regelmäßig in viele Länder Europas, nach Nordamerika und nach Japan, China, Südkorea und Australien. Mit viel Lob seitens der Fachpresse wurden seine zahlreichen Solo-CD-Einspielungen bedacht. Er gab den Anstoß zur Restaurierung der großen Sauer-Orgel der Thomaskirche.

Ullrich Böhme hat für sein Programm zum Osterfest eine besondere Auswahl getroffen. Choralbearbeitungen Böhms und Bachs über „Christ lag in Todesbanden“ zeigen kompositorische Beziehungen Bachs zu seinem Lüneburger Lehrer auf. Das „Pedal-Exercitium“ geht weit über eine bloße Übung hinaus und zeigt neben der vollendeten Pedaltechnik Bachs die großartige Besetzung der Bassstimmen in der Lahmer Herbst-Orgel, heißt es in der Ankündigung der Veranstalter.

Johann Adam Reincken war einer der großen Vertreter der „Norddeutschen Orgelschule“. Von ihm erklingt die gewaltige Choralfantasie „An Wasserflüssen Babylon“, danach auch Bachs bemerkenswerte Bearbeitung dieses Chorals in Fassung für Doppelpedal, das heißt mit den Füßen sind zwei selbstständige Stimmen zu spielen. Sein Pièce d’Orgue G-Dur BWV 572 beschließt das ebenso virtuose wie tiefgründige Programm. red