Stadtrat
Zwei E-Ladesäulen an der Adam-Riese-Halle
Bad Staffelstein – Seit einigen Jahren gibt es bereits eine Ladesäule für Besitzer von Elektroautos am Marktplatz, nun dürften zwei weitere im Bereich der Adam-Riese-Hal...

Seit einigen Jahren gibt es bereits eine Ladesäule für Besitzer von Elektroautos am Marktplatz, nun dürften zwei weitere im Bereich der Adam-Riese-Halle hinzukommen. „E-Mobilität ist in aller Munde: Zehn Prozent der zugelassenen Autos in Deutschland sind mittlerweile reine Elektrofahrzeuge“, führte der amtierende Bürgermeister Hans-Josef Stich in der Stadtratssitzung aus. „Wir haben jedoch noch Nachholbedarf in Sachen Ladesäulen.“

Wie gut, dass Quartiersmanager Michael Böhm stets einen Blick auf die aktuellen Förderprogramme hat. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert derzeit nämlich solche Ladepunkte mit 61,14 Prozent, allerdings nur in begrenztem Maß. Mehr als zwei Säulen sind vorerst nicht drin. Von den förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von 45 800 Euro übernimmt der Bund 28 000 Euro, die Stadt müsste 17 800 Euro beisteuern. Allerdings können diese Gelder erst im Haushalt 2022 veranschlagt werden.

Winfried Ernst (FW) brachte den Vorschlag Parkplatz Staffelberg-Center ins Spiel, also im Bereich des Edeka-Marktes. Diese Stellplätze seien stark angenommen, der Standort wäre daher viel besser. Sandra Nossek (Grüne/SBUN) fand den Friedhofsparkplatz idealer, da dann dort auch Staffelberg-Besucher profitieren würden, Werner Freitag (ebenfalls Grüne) präferierte einen Standort in Bahnhofsnähe.

Grundsätzlich aber fanden alle Räte die Initiative für weitere E-Ladesäulen positiv. Zentral gelegen müssten die heute nicht mehr sein, so Walter Mackert (CSU): Dafür gebe es Apps. „Premium-Parkplätze dafür herzunehmen, halte ich für falsch“, so Mackert. Hans-Josef Stich stellte in Aussicht, bei der nächsten Förderung weitere Elektrozapfsäulen anzudenken. Der Beschluss fiel einstimmig.

Tourismusausschuss erweitert

Der Tourismus ist in der Adam-Riese-Stadt einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren. Im zugehörigen Tourismusausschuss waren bislang allerdings längst nicht alle Wirtschaftszweige integriert, die der Fremdenverkehr betrifft. Und so stellte die CSU-Fraktion in der jüngsten Stadtratssitzung den Antrag, auch die heimischen Brauer sowie den örtlichen Hotel- und Gaststättenverband mit je einem Vertreter einzubinden. Brauer und Gastronomiebetreiber sollen selbst bestimmen, wer aus ihren Reihen diese Aufgabe übernimmt.

„Wir wollen alle Sparten, die es betrifft, im Tourismusausschuss vertreten sehen“, sagte Fraktionschef Jürgen Hagel, der den Antrag näher erläuterte. Werner Freitag (Grüne/Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz) begrüßte die Initiative der Christsozialen. Er beantragte ergänzend, auch die Direktvermarkter mit einzubinden. „Selbstvermarktung wird immer wichtiger“, sprang ihm Winfried Ernst (Freie Wähler) bei. Dennoch gelte es darauf zu achten, dass der Ausschuss nicht zu groß werde und damit zu ineffektiv. Die Erweiterung des Tourismusausschusses um Brauer, Hoteliers beziehungsweise Gaststättenbetreiber und Selbstvermarkter wurde einstimmig befürwortet.

Normalerweise findet im März ein viel beachteter verkaufsoffener Sonntag in Bad Staffelstein statt, der mit dem sogenannten Autofrühling einher geht. Dieser konnte aber aufgrund von Corona heuer nicht stattfinden. Der Stadtrat stimmte aber in der Sitzung jetzt einstimmig dafür, im Juli ersatzweise einen verkaufsoffenen Sonntag anzusetzen – und zwar am letzten Sonntag im Juli, da das Altstadtfest ebenfalls nicht stattfindet.

Ein Zeichen setzen

„Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass die Einzelhändler wieder offen haben“, brachte es Rosi Jörig (CSU) auf den Punkt, die selbst Inhaberin eines Fotogeschäfts ist. Der verkaufsoffene Sonntag im Juli aber wird wohl eine einmalige Angelegenheit bleiben. Die Verordnung über die Freigabe von Sonntagen zum Verkauf wurde nur für das Jahr 2021 geändert.