Jupps Gartentipp
Buschbohnen bis 10. Juli aussäen
Der letzte Stichtag für die Aussaat der Buschbohne ist gemeinhin der 10. Juli.
Der letzte Stichtag für die Aussaat der Buschbohne ist gemeinhin der 10. Juli.
Foto: Archiv
Lichtenfels – Bohnen sind vielseitig und gesund. Sie haben von Mitte Mai bis Ende Oktober Saison. Stichtag für die letzte Aussaat ist der 10. Juli.

Der Begriff „grüne Bohnen“ fasst verschiedene Pflanzen der Gartenbohne zusammen: Sowohl Stangen- als auch Buschbohnen.

Bei Buschbohnen handelt es sich um die frei wachsende Variante. Stangenbohnen hingegen brauchen eine Stütze während des Wachstums.

Bohnen sind gesund und lecker

Grüne Bohnen können im Gegensatz zu vielen anderen Bohnen-Sorten komplett verzehrt werden: Nicht nur die Kerne, sondern auch die Hülsen sind genießbar. Das Gemüse hat bei uns von Mitte Mai bis Ende Oktober Saison.

Grüne Bohnen haben mit 27 Kalorien pro 100 g einen niedrigen Energiegehalt. Sie enthalten beachtliche Mengen der Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink und liefern außerdem viele Ballaststoffe.

Der 10. Juli gilt als letzter Stichtag für die Aussaat von Buschbohnen. Gefragt sind jetzt schnell wachsende Sorten, denn mit den allmählich abfallenden Temperaturen zum Herbst hin verzögert sich die Reife. Bohnen aber, die in milder Herbstluft heranreifen dürfen, werden zarter, als die hitzegestressten Sommerhülsen.Buschbohnen gedeihen besonders gut, wenn man sie auf kleinen Erdwällen aussät. Das ist vor allem bei schweren Böden angebracht.

Die Buschbohnen sind schnell herangewachsen. Bei rohen Bohnen ist höchste Vorsicht geboten. Sie sind nämlich sehr giftig. Rohe Bohnen enthalten den Wirkstoff Phasein, der die roten Blutkörperchen verklumpen lässt. Für Kinder können schon wenige Bohnen gefährlich werden. Durch Kochen aber wird diese giftige Substanz zerstört. Man sollte unbedingt Kinder auf diese Gefahr aufmerksam machen.

Buschbohnen nicht düngen

Alle Schmetterlingsblütler, wie Bohnen und Erbsen, haben die Möglichkeit, mithilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Luftstickstoff zu binden, und gehören deshalb zu den Schwachzehrern.

Es ist nicht angebracht, mineralische Dünger zu verabreichen. Auch frischen Mist vertragen die Bohnen nicht. Sie finden ohnehin meistens genügend Nährstoffe im Boden, so dass auf eine Düngung ganz verzichtet werden kann. Bohnen eignen sich deshalb sehr gut als Vor-, Nach- oder Zwischenkultur.

Stangenbohnen sind wesentlich anspruchsvoller als Buschbohnen. Sie wurzeln tiefer und benötigen daher einen tiefgründigen Boden. Ihre Verwandten, die Feuerbohnen, sind da weniger zimperlich als Busch- und Stangenbohnen. Innerhalb kurzer Zeit hüllen die Pflanzen ein Klettergerüst vollständig ein und werden deshalb von vielen Hobbygärtnern gern in Kübeln gezogen, um Wind und neugierige Blicke von Terrasse oder Balkon fernzuhalten.