Jupps Gartentipps
Weihnachtliche Lichtquellen können Vögel stören
Weihnachtsdeko - aber mit Rücksicht
Zu Weihnachten holen viele ihre Lichterketten wieder raus. Doch wer zu viel aufhängt, kann mit dem Licht den Nachbarn um den Schlaf und die Meisen durcheinander bringen.
Foto: Stefan Puchner/dpa/dpa-tmn/Archiv
Bamberg – Eine Lichterkette am Balkon, ein leuchtender Stern im Baum und glitzernde Rentiere auf der Wiese: Lichtdeko kann den natürlichen Rhythmus von Tieren stören.

Es heißt: "Alles Große ist einfach". Oder anders ausgedrückt: "Alles Einfache ist schön". Ein anderer Spruch, wie ihn oft der Volksmund sagt, lautet schlicht und doch so weise: "Was zu viel ist, ist zu viel". Die amerikanische Sitte, mit teilweise blinkenden und flimmernden Lichterketten in der Weihnachtszeit die Wohnhäuser und Gärten zu schmücken, gibt es bei uns noch nicht sehr lange. Von Ruhe und Besinnlichkeit ist dabei wenig zu spüren. In den letzten Jahren ist aber die Auswahl der Lichter entsprechend der Adventszeit zur Überraschung wieder wohltuend angenehmer geworden. Mit natürlichen und einfachen Materialien, die dem Auge des Betrachters guttun, kann man wunderschön dekorieren.

Künstliche Lichtquellen bedeuten einen Eingriff in den natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten. Sie können jetzt in der dunklen Zeitspanne bei den Menschen zu Schlafstörungen führen. Ornithologen haben zudem herausgefunden, dass Kunstlicht auch das Verhalten von Meisen durcheinanderbringt. So sah man in den letzten Wochen im Garten, wie sich Höhlenbrüter schon intensiv an Vogelkästen zu schaffen machten. Je mehr Lichtquellen, desto unnatürlicher das Verhalten der Vögel.