Jupps Gartentipps
Schneeräumen: Salz schadet den Pflanzen
Schnee schippen
Wenn es schneit, muss geräumt werden. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, haftet für eventuelle Schäden.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Bamberg – Der Schnee ist für die Pflanzen im Winter eine schützende Decke. Auf Gehwegen reicht Sand als Schutz gegen Glätte aus.

Schnee bildet eine schützende Decke für den Boden. Die Pflanzen können darunter ruhig den Winter verschlafen. Falls aber versäumt wurde, noch Blumenzwiebeln und Obstbäume zu pflanzen, sollte man dies auf keinen Fall bei Schnee machen. Kommt dieser nämlich an die Wurzeln, und sei es auch nur in kleinen Mengen, ist die Aussicht auf ein Anwachsen gering. Übrigens: Schneeschieber funktionieren besser, wenn sie leicht eingewachst werden. Dazu eignet sich Parafin und auch Kerzenwachs.

Sand statt Salz 

Auf dem eigenen Grundstück sollte unbedingt auf das Streuen von Salz verzichtet werden. Es reichert sich im Boden an und schädigt im hohen Maße die Pflanzen. Der Neuschnee lässt sich leicht mit einem Besen zur Seite kehren. Auf dem schneefreien, trockenen Pflaster oder Asphalt sind keine Streumittel erforderlich. Ist der Schnee festgetreten oder verreist, helfen Sand, feiner Streusplitt oder Riesel. Nach der Schneeschmelze kann man diese Streumittel getrost in die seitlichen Beete fegen, oder einsammeln und beim nächsten Einsatz wiederverwenden.

Salz richtet im Boden Schaden an

Der Gartenboden an einer stark befahrenen Straße wird im Winter regelrecht gepökelt. Das salzhaltige Spritzwasser regnet auf den Randbereich des Gartens nieder, dringt in den Boden ein und richtet dort erhebliche Schäden an. Die Folge: der Boden verschlämmt, wird verdichtet und somit schlecht durchlüftet. Der Salzanteil entzieht außerdem dem Boden im Wurzelbereich Wasser, das den Pflanzen ebenso fehlt, wie die wichtigsten Nährstoffe.

Im Frühjahr bringen die geschädigten Pflanzen nur kleine fleckige, oft gekräuselte Blätter hervor, die sich bald braun färben und dann abfallen. Zuletzt stirbt die ganze Pflanze. Oft helfen dann nur noch salztolerante Pflanzen aus Küstenregionen wie Grasnelken, Salzaster, Sanddorn, Stranddistel, Kartoffelrose und Strauchmalve. Wenn das Grundstück groß genug ist, leistet ein Wall zur Straße hin gute Dienste. Er kann den inneren Bereich des Gartens schützen. Salz schädigt aber nicht nur den Boden, sondern greift sogar die verschiedenen Materialien wie Beton und Eisen an.