Jupps Gartentipps
Weibliche Stechpalmen tragen Beeren
Stechpalme
So kennen viele die Stechpalme: mit zackigen, dunkelgrünen Blättern und roten Früchten.
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Bamberg – Die Stechpalme gehört zu den attraktivsten immergrünen Pflanzen im Garten. Um Beeren zu tragen, muss die weibliche Pflanze befruchtet werden.

Zu den glänzenden stacheligen Blättern der Stechpalme gesellen sich im Herbst rote Beeren. Dass ist allerdings nur dann der Fall, wenn eine weibliche Pflanze gesetzt wurde. Nur diese kann Früchte tragen. Sie braucht aber dazu noch eine männliche Pflanze zum Befruchten. Da der Wind den Pollen mehrere Kilometer weit tragen kann, haut die Bestäubung oft auch hin, wenn das Weibchen allein im Garten ist. Durch das Pflanzen eines Pollenspenders ist man aber immer auf der sicheren Seite. Inzwischen gibt es auch eine selbstfruchtbare Sorte mit dem Namen: "J.C.van Toll".

Stechpalme können 300 Jahre alt werden

Da die Blätter und Beeren der Stechpalme sehr giftig sind, sollte diese schöne Pflanze nur stehen, wo sich keine kleinen Kinder befinden. Stechpalmen sind Waldgehölze, die auch bei uns noch vereinzelt in Kalkbuchenwäldern an den Hängen der Juratäler anzutreffen sind. Deshalb sollten sie auch im Garten immer als Unterholz im Schutze größerer Bäume stehen. Sie sind daher für die Bepflanzung eines "reifen" Gartens ideal. Stechpalmen können bis 300 Jahre alt werden. Oft sind sie in der Natur mit Eiben vergesellschaftet, da beide ähnliche Bedürfnisse haben.