Jupps Gartentipps
Der Zaunkönig ist ein Meister der Tarnung
Einen Zaunkönig zu fotografieren ist gar nicht so einfach. Ständig ist der winzige Sänger in Bewegung und kann sich zudem gut tarnen.
Einen Zaunkönig zu fotografieren ist gar nicht so einfach. Fast ständig ist der winzige Sänger in Bewegung.
Foto: Josef Schröder
Bamberg – Der Zaunkönig gehört zu den kleinsten Vögeln Europas. Er kann sich gut tarnen, doch sein Gesang ist unverkennbar.

Der Zaunkönig gehört mit neun Zentimetern und 10 Gramm Körpergewicht zu den kleinsten Vögeln Europas. Wenn dieser braune, gut getarnte Winzling in Bodennähe durch dichtes Gestrüpp schlüpft, hält man ihn oft im ersten Moment für eine Maus. Er hat eine runde Gestalt mit einem kurzen, meist hochgestellten Schwanz.

Immer in Bewegung

Der muntere Vogel ist immer in Bewegung. Selbst beim Sitzen knickst er ständig mit seinen Beinen auf und ab. Was an äußerer Pracht fehlt, macht der Vogelwinzling mit seinem laut schmetternden, unverwechselbaren Gesang, dem man ihm nie zutrauen würde, wett. Das singende Männchen erreicht trotz seiner geringen Größe eine Lautstärke, die noch auf einer Distanz von bis zu 500 Metern zu hören ist. Auch im Winter lässt der Zaunkönig seinen Gesang ertönen. Dieser ist aber dann etwas leiser, als im Frühling.

Reisighaufen lockt den Zaunkönig an

Die Lebensräume des winzigen Sängers sind dichte Gebüsche in Parks und Gartenanlagen, die möglichst schattig und feucht sind. Deshalb hält sich der Zaunkönig auch gern an Gartenteichen auf. Wer sich nach einem Zaunkönig im eigenen Garten sehnt, der sollte bereit sein, ein wenig Wildnis zuzulassen. In dieser Hinsicht genügt oft schon ein größerer Reisighaufen, vielleicht noch ein paar dichte Sträucher in der Nachbarschaft, und schon bestehen gute Chancen, den kleinen Sänger anzusiedeln. In einer ausgeräumten Kulturlandschaft sowie nach dem Sauberkeitsprinzip leergefegten Gärten, findet dieser wunderbare Vogel keinen Lebensraum.

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