Preissteigerungen
So kann man bei Benzin, Strom und Gas sparen
Auch der Strom wird teurer. Ein Vergleichs- und Vermittlungsportal kann Sparmöglichkeiten aufzeigen.
Auch der Strom wird teurer. Ein Vergleichs- und Vermittlungsportal kann Sparmöglichkeiten aufzeigen.
Foto: Carsten Rehder, dpa
Bamberg – Dank Apps und Webseiten: So können Verbraucher bei Benzin-, Strom- und Gaspreisen sparen.

Ein Blick auf die Statistik verrät nichts Gutes: Seit 2006 lag die jährliche Preissteigerung in Deutschland bei maximal etwas mehr als drei Prozent, oft aber eher bei zwei oder einem Prozent. Dieses Jahr ist das anders. Momentan bewegt sich die Inflation sogar in Richtung fünf Prozent. Gerade im Alltag, etwa beim Tanken oder beim Einkaufen, fällt das bereits deutlich auf. Glücklicherweise gibt es für vieles Preisvergleiche, die wenigstens ein bisschen dazu beitragen, sparen zu können. Heute stelle ich dazu meine Favoriten aus den verschiedenen Bereichen vor. Alle genannten Apps sind jeweils für iPhones (im App Store) und für Android-Smartphones (im Play Store) kostenfrei zu haben.

Benzinpreise

Über die „Markttransparenzstelle für Kraftstoffe“ werden von jeder Tankstelle in Deutschland nahezu minutengenau die Benzin- und Dieselpreise gesammelt und anschließend den Anbietern von Webseiten und Apps zur Verfügung gestellt. Das heißt auch: Die App-Entwickler können sich bei Benzinpreis-Vergleichs-Apps nicht dadurch hervortun, dass Informationen schneller zur Verfügung stehen. Sehr wohl aber können sie gute Qualität liefern, indem Zusatzfunktionen wie eine Navigation oder schlicht eine einfache Bedienbarkeit im Mittelpunkt stehen. Hier punktet die App von „Clever-Tanken“. Durch das Anlegen von Favoriten ist es sogar möglich, sich beim Erreichen eines bestimmten Preises vom Smartphone benachrichtigen zu lassen. Nachteil: Da die App werbefinanziert ist, taucht meist direkt beim Öffnen erst einmal ein bis zu einer Minute langer Werbespot auf. Das kann nerven.

Eine echte Alternative ist daher die App vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club, „ADAC Spritpreise“ . Sie kommt komplett ohne Werbung aus, ist allerdings seit einer Aktualisierung vor einigen Monaten nicht mehr so einfach bedienbar wie zuvor. Vielleicht tut sich hier in nächster Zeit wieder etwas, denn dann wäre sie uneingeschränkt empfehlenswert.

Preissuchmaschinen

In weniger als zwei Monaten ist Weihnachten. Aufgrund der Preissteigerungen, aber auch wegen der mangelnden Verfügbarkeit von Bauteilen, insbesondere bei Technik, sollten die Weihnachtseinkäufe dieses Jahr schon möglichst früh erledigt werden. Eine Hilfe beim Onlineshopping sind Apps und Webseiten von Preissuchmaschinen. Meine bevorzugte ist zurzeit „Idealo.de“. Auch hier gibt es einen „Preiswecker“, der beim Erreichen eines bestimmten Preises per Benachrichtigung am Smartphone informiert, oder einen E-Mail-Service, der aktiv wird, wenn aktuell ausverkaufte Produkte wieder lieferbar sind. Ansonsten stehen die gewohnten Funktionen von Preissuchmaschinen zur Verfügung.

Gut: Preise können direkt mit Versandkosten dargestellt werden. In der Übersicht der Onlineshops werden bei den günstigsten immer auch Anbieter angezeigt, die generalüberholte Produkte anbieten. Wer ein neues ungeöffnetes Produkt möchte, sollte über den Suchergebnissen die Option „Neu“ auswählen. Das geht aber nur am Computer, in der Smartphone-App ist dies nicht möglich.

Strom und Gas

Schon seit über 20 Jahren gibt es das Vergleichsportal „Verivox.de“, das mittlerweile zur Pro7/Sat1-Media-Gruppe gehört. Preisvergleiche werden hier unter anderem für Strom, Gas, Internet, Handytarife, Versicherungen und Kredite angeboten. Ich nutze vor allem die Vergleichsmöglichkeiten für Strom- und Gaspreise, die aktuell besonders stark steigen. Entscheidend: Hier ist es dringend zu empfehlen, nicht einfach nur eine Suche durchzuführen, sondern ein paar Daten zu kennen: den eigenen Jahresverbrauch, den bisherigen Anbieter und den dort momentan gewählten Tarif. Dann arbeitet Verivox zuverlässig und zeigt das Einsparpotenzial an. Bei den Optionen – am Computer im Browser links neben den Suchergebnissen zu finden – können weitere Einstellungen vorgenommen werden, etwa Ökostromtarife gewählt oder einmalige Boni für Neukunden abgeschaltet werden. Den Wechsel des Anbieters übernimmt abschließend Verivox.

Wichtig: Nachdem es bei Strom und Gas meist um etwas mehr Geld geht und die Verträge oftmals für ein oder zwei Jahre gelten, lohnt es sich durchaus, hier ein wenig mehr Zeit zu investieren und verschiedene Optionen auszuprobieren.