Kräuterkunde
Frensdorf: Neue Ausstellung im Bauernmuseum
Der Garten des Bauernmuseums spricht derzeit alle Sinne  an. Im Bild von links Museumsleiterin Birgit Jauernig, Landrat Hans  Kalb, Jakobus Kötzner und Yvonne Jähns-Kretschmer mit ihrer  Abenteuer-Gruppe
Der Garten des Bauernmuseums spricht derzeit alle Sinne an. Im Bild von links Museumsleiterin Birgit Jauernig, Landrat Hans Kalb, Jakobus Kötzner und Yvonne Jähns-Kretschmer mit ihrer Abenteuer-Gruppe.
Foto: Evi Seeger
Frensdorf – Besucher des Bauernmuseums erwarten bis 22. August alle Infos zur Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt. Hinter der Tradition steckt eine spannende Legende.

Schauen, Riechen, Schmecken! Der Garten des Bauernmuseums „Bamberger Land“ ist derzeit ein Genuss für die Sinne. Die unterschiedlichsten Blumen und Kräuter verströmen köstliche Aromen.

Mitte August, rund um das Fest Mariä Himmelfahrt, entfalten viele Kräuter ihre höchste Heilkraft. Birgit Jauernig, Leiterin des Bamberger Landkreismuseums, hat dem Fest und dem Brauch der Kräuterweihe eine eigene Ausstellung gewidmet, die vom 15. bis 22. August besichtigt werden kann.

Welche Kräuter gehören hinein? Museumsleiterin Birgit  Jauernig erklärt es Landrat Kalb (l.) und Bürgermeister Kötzner
Welche Kräuter gehören hinein? Museumsleiterin Birgit Jauernig erklärt es Landrat Kalb (l.) und Bürgermeister Kötzner
Foto: Seeger

In den katholischen Gottesdiensten werden an Mariä Himmelfahrt die Kräuterbüschel, in der Gegend um Bamberg auch Wurzbüschel genannt, geweiht. Mancherorts finden am „großen Frauentag“, wie das Fest vor allem in Süddeutschland und Österreich genannt wird, auch Prozessionen statt.

In Bamberg ist eine Marienprozession am 15. August seit 1702 belegt. Schon seit dem 5. Jahrhundert feiern Christen die Himmelfahrt Marias, ist in der Ausstellung nachzulesen.

Marienlegende 

Die Verbindung zwischen Maria und der Kräuterweihe sei unter anderem damit zu erklären, dass die Gottesmutter auch als „Blume des Feldes“ oder „Lilie in den Tälern“ bezeichnet werde. Die Legende besagt, dass sich nach der Grablegung ein wohlriechender, würziger Duft über ihrer Ruhestätte ausbreitete.

Als man das Grab öffnete, fand man statt des Leichnams nur duftende Blumen und Kräuter. So sei der Glaube entstanden, dass die kirchliche Segnung die Heilwirkung der Kräuter noch erhöht.

Die einwöchige Ausstellung zeigt und erklärt die in den Wurzbüscheln verwendeten Getreidesorten, Blumen und Heilpflanzen.

Kräuterwissen von Goldrute bis Spitzwegerich
Kräuterwissen von Goldrute bis Spitzwegerich gibt es für die Besucher.
Foto: Seeger

Mit Kräutern befassten sich auch die Kinder in der von Yvonne Jähns-Kretschmer geleiteten Gruppe „Ferienabenteuer“. Für den Besuch von Landkreis-Chef Hans Kalb hatten die Ferienkinder verschiedene Tees aus frisch gesammelten Kräutern vorbereitet.

Kontakt

Öffnungszeiten des Museums: Sonntag von 13 bis 17 Uhr, Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr

Gruppen können sich unter der Telefonnummer 0951/859650 anmelden.