Theater
In der Kanalisation sucht Tilda Zuflucht
Antonia Bockelmann, Clara Kroneck, Marie-Paulina Schendel, Eric Wehlan und Daniel Dietrich (v. l.) in „Gold“
Antonia Bockelmann, Clara Kroneck, Marie-Paulina Schendel, Eric Wehlan und Daniel Dietrich (v. l.) in „Gold“
Foto: Martin Kaufhold
Bamberg – Die Geschichte eines Abstiegs: Das Bamberger ETA-Hoffmann-Theater zeigt Phlipp Gärtners Stück „Gold“.

Das kapitalistische Herrschaftssystem hat Tilda (Clara Kroneck) ausgesaugt und ausgespuckt. Jetzt befindet sich die junge Frau am Nullpunkt ihrer Existenz. Knietief im „fucking Dispo“. Ohne Job, ohne Dach über dem Kopf, ohne familiäre und libidinöse Grundversorgung: Die auf hedonistische Selbstverwirklichung geeichte Mutter lässt es sich auf Bali gut gehen, der Typ, den Tilda für ihren Freund hält, tut es der Mutter gleich.Der Soziologe Oliver Nachtwey hat mit seinem 2016 erschienenen Buch das einschlägige Wort von der „Abstiegsgesellschaft“ geschaffen.

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