Basketball
Brose Bamberg löst das Play-off-Ticket
David Kravish lässt es krachen. Der Bamberger Center, der auf zehn Punkte und zehn Assists kam, setzt sich unter dem Korb gegen die Gießener (von links) Chad Brown, John Bryant und Bjarne Kraushaar durch; rechts Bennett Hundt
David Kravish lässt es krachen. Der Bamberger Center, der auf zehn Punkte und zehn Assists kam, setzt sich unter dem Korb gegen die Gießener (von links) Chad Brown, John Bryant und Bjarne Kraushaar durch; rechts Bennett Hundt
Foto: Daniel Löb
Bamberg – Die Bamberger gewinnen ihr Heimspiel gegen die Gießen 46ers nach hartem Kampf mit 99:90 und schicken die Hessen in die 2. Liga.

Bundesliga

Brose Bamberg – Gießen 46ers 99:90

(37:16, 19:32, 18:21, 25:21)

Die Bamberger legten los wie die Feuerwehr und trafen nach Belieben. Die ersten fünf Dreier, alle schön herausgespielt, fanden ihr Ziel. Gießen hatte keinen Zugriff auf das Spiel, weil die Gastgeber auch beim Rebound klar dominierten. Sechsmal schnappten sie sich den Ball unter dem gegnerischen Korb und verwerteten die zweiten Chancen zu 100 Prozent. Selbst zwei Auszeiten von Gießens Coach Rolf Scholz verpufften wirkungslos.

Die Hessen lagen nach dem ersten Viertel sehr deutlich mit 16:37 zurück. Ihre schwache Trefferquote von nur 33 Prozent war auch der guten Verteidigungsarbeit der Oberfranken geschuldet, die kaum freie Würfe zuließ.

Gießen drückt aufs Tempo

Dies änderte sich im zweiten Verlauf des zweiten Abschnitts aber schlagartig. Zwar lief es offensiv zunächst weiterhin rund, aber defensiv schalteten die Bamberger zwei Gänge zurück und hatten beim Defensivrebound nun Probleme. Gießen verschärfte das Tempo, womit das Roijakkers-Team nicht klar kam. Angetrieben von Scottie James Jr. und Aufbauspieler Diante Garrett bliesen die Gäste zur Aufholjagd. Jetzt war es Roijakkers, der sein Team zweimal in einer Auszeit zusammen rief. Doch auch hier blieb die Wirkung aus.

Der Bamberger Aufbauspieler Tyler Larson (rechts) erzielte sieben seiner 15 Punkte im letzten Viertel und hielt damit die Gießener auf Distanz.
Der Bamberger Aufbauspieler Tyler Larson (rechts) erzielte sieben seiner 15 Punkte im letzten Viertel und hielt damit die Gießener auf Distanz.
Foto: Tyler Larson

Bis zur Pausensirene drückten die Hessen den Rückstand in den einstelligen Bereich, weil die Bamberger nun auch in der Offensive nicht mehr so effektiv abschlossen. Hatten sie im ersten Viertel noch sechs von sieben Dreiern getroffen, waren es im zweiten nur noch zwei bei acht Versuchen.

Auch nach der Pause waren die Bamberger defensiv zunächst überfordert.

Der bereits mit drei Fouls belastete Center John Bryant führte die Gäste fast im Alleingang bis auf zwei Zähler heran (58:60, 25. Minute). Der Tabellenletzte war jetzt das bessere Team und stand kurz davor, die Partie zu drehen. Dreier von Christian Sengfelder, Kenneth Ogbe und Bennet Hundt verschafften den Hausherren aber wieder etwas Luft, so dass sie mit einer Fünf-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt gingen.

Kraft und Kondition lassen beim Gegner nach

Bei diesem Abstand zwischen beiden Teams blieb es in den folgenden fünf Minuten. Eine kurze Schwächephase der Gießener, in denen sie sich zwei Ballverluste leisteten, nutzten die Bamberger aus und setzten auf neun Punkte ab (91:82, 37.). In den Schlussminuten schafften es die Hessen nicht mehr, ihren Gegner noch einmal unter Druck zu setzen. Kraft und Kondition der sieben eingesetzten Spieler ließen nun nach, die Fehlwürfe häuften sich. Die Brose-Basketballer bekamen ihren Kontrahenten wieder in den Griff und landeten einen ungefährdeten Sieg.

Devon Hall, der sich hier gegen den Gießener Center John Bryant durchsetzt, war mit 18 Punkten beser Werfer bei den Bambergern.
Devon Hall, der sich hier gegen den Gießener Center John Bryant durchsetzt, war mit 18 Punkten beser Werfer bei den Bambergern.
Foto: Daniel Löb

Spieler des Spiels

Devon Hall wies mit 67 Prozent die beste Trefferquote auf. Der Ex-NBA-Spieler traf drei Dreier bei fünf Versuchen und war dreimal aus dem Zweier-Bereich bei vier Versuchen erfolgreich. Außerdem holte er drei Rebounds, gab zwei Assists und hatte einen Ballgewinn sowie einen geblockten Wurf zu Buche stehen.

Die Statistik

Bamberg: Hall (18 Punkte/3 Dreier), Sengfelder (15/3), Larson (15/2), Ogbe (12/3), Kravish (10), Hundt (9/1), Fieler (7/1), Vitali (6), Thompson (4), Lockhart (3/1), Seric

Gießen: Garrett (26/2), Bryant (22/3), James Jr. (16/2), Hamilton (12), Brown (7), Pjanic (5/1), Kraushaar (2)

Schiedsrichter: Panther, Madinger, Theis

Zuschauer: keine

Gesamtwurfquote: Bamberg 53 Prozent (66 Treffer/35 Versuche), Gießen 50 (38/76)

Dreierquote: Bamberg 48 Prozent (14/29), Gießen 40 (8/20)

Freiwurfquote: Bamberg 94 (15/16), Gießen 67 (6/8)

Rebounds: Bamberg 35 (25 defensiv/ 10 offensiv), Gießen 34 (21/12)

Ballgewinne/-verluste: Bamberg 4/12, Gießen 6/10

Assists: Bamberg 21 / Gießen 18

Fouls: Bamberg 15 / Gießen 20

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