Basketball
Brose Bamberg schickt einen Neuzugang wieder weg
Jamel Morris verlässt Brose Bamberg nach nur zwei Monaten.
Jamel Morris verlässt Brose Bamberg nach nur zwei Monaten.
Foto: Daniel Löb
Bamberg – Brose Bamberg hat den Vertrag mit Jamel Morris aufgelöst. Dies hatte sich mit der Verpflichtung von Frankie Ferrari bereits angedeutet.

Am 19. Juli hatte Brose Bamberg Jamel Morris mit einem Einjahresvertrag ausgestattet. Die Verpflichtung des US-amerikanischen Combo-Guards begründete Trainer Johan Roijakkers in einer Vereinsmitteilung damals wie folgt: „Er besitzt einen hohen Basketball-IQ und zudem einen soliden Schuss. Er ist auf dem Weg nach oben in Europa und hat sich in den letzten Jahren stetig verbessert.“ Knapp zwei Monate später hat der Niederländer seine Meinung revidiert. Am Freitag gab der Basketball-Bundesligist bekannt, dass der Vertrag mit Morris aufgelöst worden ist.

Der Flügelspieler bleibt nach Angaben von Brose Bamberg aber in Deutschland. In den nächsten Tage werde er bei einem anderen Klub aus der Bundesliga als Neuzugang vorgestellt. „Ich wünsche Jamel für die Zukunft alles Gute. Auch wenn es mit uns nicht geklappt hat, ist er ein guter Typ, der sich in seinen Wochen bei uns toll verhalten hat“, sagte Roijakkers.

Der 28-jährige Morris war vom französischen Erstligisten Orleans Loiret Basket nach Bamberg gekommen. Zuvor hatte er in der vergangenen Saison auch für Legia Warschau in Polen gespielt.

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Die Trennung von Morris hatte sich in den vergangenen Tagen mit der Verpflichtung von Frankie Ferrari bereits angedeutet. Morris konnte in der Vorbereitung nicht den Nachweis erbringen, Justin Robinson auf der Position des Spielmachers zu entlasten.

Für den 28-Jährigen stand seine kurze Zeit in Bamberg unter keinem guten Stern. Bereits im ersten Testspiel gegen Jena knickte er um und fehlte in der anschließenden Partie gegen Crailsheim. In den beiden Vergleichen gegen das tschechische Team aus Nymburk erzielte Morris jeweils nur zwei Punkte. Im Duell mit den Bonnern verzichtete Roijakkers abermals komplett auf Morris, einen Tag später steuerte er im zweiten Duell mit den Crailsheimern immerhin zwölf Punkte zum 82:75-Erfolg bei.

Jamel Morris wirft im Testspiel gegen die Crailsheim Merlins über Elias Lasisi hinweg und erzielt zwei seiner zwölf Punkte.
Jamel Morris wirft im Testspiel gegen die Crailsheim Merlins über Elias Lasisi hinweg und erzielt zwei seiner zwölf Punkte.
Foto: Daniel Löb

Im letzten Testspiel am Mittwoch gegen Ulm erhielt der neu verpflichtete Ferrari den Vorzug vor Morris, der schon nicht mehr im Kader stand.

Morris selbst war davon überzeugt, trotz der Verpflichtung von Ferrari eine Zukunft in Bamberg zu haben. „Ich habe kein Problem damit, dass ein neuer Aufbauspieler kommt. Ich weiß selbst, dass ich mich als Floor General noch verbessern muss. Ich werde nun ein reiner Flügelspieler sein und sehe mich selbst auch als guten Schützen“, sagte Morris zu Wochenanfang. Wenige Tage ist seine Zeit bei Brose Bamberg aber abgelaufen.

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