Schwertkampf
Miteinander statt sportliches Gegeneinander
Beim Iaido steht nicht das Siegen über den Gegner im Mittelpunkt, sondern der Kampf mit sich selbst und gegen die eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten.
Beim Iaido steht nicht das Siegen über den Gegner im Mittelpunkt, sondern der Kampf mit sich selbst und gegen die eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten.
Foto: Aikikai Bamberg
Stegaurach – In Stegaurach gibt es von Donnerstag bis Sonntag japanische Schwerttechniken zu sehen. Der Aikikai Bamberg richtet den Jahreshauptlehrgang aus.

Von Donnerstag bis Sonntag findet in der Aurachtalhalle in Stegaurach der Jahreshauptlehrgang des Deutschen Iaido-Bundes (DIaiB) statt. Gäste und Zuschauer sind herzlich willkommen, um sich persönlich ein Bild von dem japanischen „Weg des Schwertziehens“ machen zu können.

Doch was ist Iaido eigentlich?

Alles begann vor mehr als 600 Jahren in Japan, wo die Samurais Schwerttechniken zu ihrer Selbstverteidigung entwickelten. Das Besondere an der Technik des Iaido ist, dass das Schwert schon beim Ziehen als Waffe eingesetzt wird. Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich aus der damaligen reinen Kampfkunst ein Übungs-„Weg“ (jap.: do) entwickelt, bei dem nicht das Siegen über den Gegner im Mittelpunkt steht, sondern der Kampf mit sich selbst und gegen die eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten. So wird bei Iaido nach festgelegten Bewegungsformen (jap.: Kata) mit imaginären Angreifern geübt.

Auch geistige Betätigung gefordert

Besonders ist an dem Sport, dass er nicht nur rein körperliche Bewegungen schult, sondern auch eine geistige Betätigung fordert. Es geht um ein höfliches Miteinander und nicht um ein sportliches Gegeneinander. Respekt, Achtung und Höflichkeit sind wichtige Bestandteile des Iaido. Durch Korrektur findet man die eigene Motivation, sich weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Iaido ist eine Sportart, welche bis ins hohe Alter praktiziert oder auch erst als später Einsteiger begonnen werden kann.

Ausrichter des Jahreshauptlehrgangs ist der Aikikai Bamberg. Es kommen weit mehr als 100 Teilnehmer aus Deutschland und einigen europäischen Ländern. Die Trainingszeiten sind Donnerstag und Freitag von 10 bis 13 Uhr sowie 15 bis 17 Uhr. Am Samstag werden ab 17 Uhr Prüfungen vom ersten bis fünften Dan abgehalten. Die Veranstaltung endet am Sonntag gegen 14 Uhr.

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