Brose Bamberg
Erster Neuzugang: "Devise: 100 Prozent Defensive"
Joel Aminu spielte von 2017 bis 2021 für den Zweitligisten Phoenix Hagen.
Joel Aminu spielte von 2017 bis 2021 für den Zweitligisten Phoenix Hagen.
Foto: Sportfoto Zink
Bamberg – Brose Bamberg ist zum ersten Mal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Der 24-jährige deutsche Guard Joel Aminu kommt vom Zweitligisten Phoenix Hagen.

Zehn Tage nach dem Play-off-Aus schreiten die Planungen von Brose Bamberg für die Spielzeit 2021/22 voran. Nach der Vertragsverlängerung mit Elias Baggette verkündete der Verein am Montag mit Joel Aminu seinen ersten Neuzugang.   Der 24-Jährige kommt vom Zweitligisten Phoenix Hagen und hat einen Einjahresvertrag bei den Oberfranken unterschrieben. 

Brose-Cheftrainer Johan Roijakkers bleibt seiner Planung, zunächst die nationalen Kaderplätze zu besetzen, auch in diesem Sommer treu. Der 1,93 Meter große Shooting Guard ist nach Christian Sengfelder, Dominic Lockhart, Kenny Ogbe und Elias Baggette der fünfte deutsche Akteur in Bamberger Aufgebot. Aminu, der noch über keine Bundesliga-Erfahrung verfügt,  könnte eine ähnliche  Rolle wie Joanic Grüttner Bacoul in der abgelaufenen Spielzeit einnehmen. 

Dessen Zukunft ist genauso wie die von Bennet Hundt und Moritz Plescher noch offen. Mögliche Abgänge, seien es deutsche Akteure oder Importspieler,  möchte Brose Bamberg noch nicht bestätigen. Mediendirektor Thorsten Vogt verweist an die Vertragslaufzeiten bis Ende Juni. Bereits vergangene Woche hatten sich die Co-Kapitäne Chase Fieler und Tyler Larson über Instagram aus Bamberg verabschiedet.

Bei Ehingen Urspring spielte Joel Aminu (rechts) gemeinsam mit dem Ex-Bamberger Kameron Taylor (Mitte).
Bei Ehingen Urspring spielte Joel Aminu (rechts) gemeinsam mit dem Ex-Bamberger Kameron Taylor (Mitte).
Foto: Sportfoto Zink

Ein neues Kapitel in seiner Karriere möchte dagegen Joel Aminu in der Domstadt aufschlagen. „Ich bin vor vier Jahren mit dem Ziel nach Hagen gekommen, den Sprung in die BBL zu schaffen. Jetzt ist der Zeitpunkt da – und das noch in Bamberg, einem Verein mit enormer Historie und einem Programm, das deutschlandweit ganz vorne ist“, erklärt Aminu.

Endgültig überzeugt habe den 24-Jährigen das Gespräch mit Johan Roijakkers. „Mir gefällt, dass er harte Arbeit schätzt. Ich bin ein harter Arbeiter, will mich täglich verbessern und mir meine Rolle erkämpfen. Meine Devise: 100 Prozent Defense, dann ergibt sich die Offense von alleine. Auf dem Court bin ich energiegeladen und zielstrebig, abseits des Parketts eher der entspannte und beobachtende Typ.“

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Seine ersten Schritte als Basketballer machte Aminu in der Jugend-Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort. Ab 2011 spielte er zudem in der Jugend-Bundesliga (JBBL) und später in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL) für Bayer Leverkusen. Mit dem JBBL-Team feierte er 2013 mit den Rheinländern in Bamberg nach einem Finalsieg gegen Breitengüßbach die deutsche Meisterschaft. 

 2015 wechselte er zum Team Ehingen Urspring und stieg in seinem ersten Profijahr aus der ProB in die ProA auf. Zwei Jahre später ging er nach Hagen. Dort steigerte er  kontinuierlich seine Statistiken. Vergangene Saison erzielte er in der ProA in knapp 28 Minuten Spielzeit pro Partie   12,2 Punkte, sicherte sich 4,2 Rebounds und verteilte 2,8 Assists. Mit 1,5 Steals im Schnitt war er einer der besten Balldiebe der Liga. Bei seiner Dreierquote (27,9 Prozent) hat Aminu noch Luft nach oben. 

Im Dezember 2018 gastierte Aminu (links) mit Hagen bei den Baunach Young Pikes um Nicholas Tischler.
Im Dezember 2018 gastierte Aminu (links) mit Hagen bei den Baunach Young Pikes um Nicholas Tischler.
Foto: sportpress

„Joel ist ein Spieler mit einer außerordentlichen Arbeitseinstellung, der sich in den letzten vier Jahren in Hagen sehr stark verbessert hat“, sagt  Roijakkers. „Er spielt sehr smart, dazu aber immer körperbetont und hart. Er wird immer bereit sein, wenn wir ihn auf dem Feld benötigen.“

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