Brose Bamberg
Frankie Ferrari gibt gleich Gas
Brose-Neuzugang Frankie Ferrari sieht sich dem wesentlich größeren Ulmer Center Philipp Herkenhoff gegenüber.
Brose-Neuzugang Frankie Ferrari sieht sich dem wesentlich größeren Ulmer Center Philipp Herkenhoff gegenüber.
Foto: Brose Bamberg
Bamberg – Beim 98:89-Testspielsieg gegen Ratiopharm Ulm kommt der jüngst verpflichtete Aufbauspieler auf zehn Assists. Sechs Bamberger punkten zweistellig

Im letzten Testspiel trugen drei Spieler erstmals das Trikot von Brose Bamberg. Beim 98:89-Erfolg am Mittwochabend gegen den Bundesligarivalen kamen Patrick Heckmann und Trevis Simpson nach überstandenen Verletzungen ebenso erstmals zum Einsatz wie Frankie Ferrari, den die Oberfranken erst am Montag verpflichtet hatten. Der letzte von zehn Neuzugängen gab gleich mächtig Gas. Zehn Assists und vier Punkte standen für den Aufbauspieler zu Buche.„Er kann das Spiel sehr gut lesen. Man hat gesehen, dass die Offensive mit ihm schon sehr gut gelaufen ist“, sagte Heckmann über seinen neuen Teamkollegen. Beim fünften Sieg im siebten Testspiel verpassten die Bamberger die 100-Punkte-Marke nur knapp, sechs Spieler trugen sich mit einer zweistelligen Zahl in die Korbschützenliste ein.

Brose Bamberg – Ratiopharm Ulm 98:89

(22:22, 18:25, 32:20, 26:22)

Heckmann stand in seinem ersten Spiel seit seiner Rückkehr nach Bamberg auf der Position des Power Forwards gleich 34:48 Minuten auf dem Feld. Das lag daran, weil sich Chris Sengfelder im Testspiel gegen Crailsheim leicht am Fuß verletzt hat und geschont wurde. Ebenfalls nicht zum Einsatz kam aufgrund der Ausländerregelung, die auch in Freundschaftsspielen gilt, Jamel Morris. Mit der Verpflichtung von Ferrari haben die Bamberger nun sieben Nicht-Deutsche unter Vertrag.

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Ulmer provozieren Bamberger Ballverluste

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, in dem Ferrari in 4:32 Minuten Einsatzzeit bereits fünf Korbvorlagen gab, entglitt den Bambergern im zweiten Durchgang die Partie völlig. Die Ulmer machten auf beiden Seiten des Feldes Druck, provozierten sechs Ballverluste der Oberfranken und kamen mit Schnellangriffen etliche Male zu einfachen Punkten. Die Gastgeber trafen dagegen fast fünf Minuten lang nicht einmal aus dem Feld. Sie sahen sich nach 17 Punkten mit einem 16-Punkte-Rückstand (31:47) konfrontiert, fingen sich in der Folge aber.

Omar Prewitt zieht zum Korb.
Omar Prewitt zieht zum Korb.
Foto: Brose Bamberg

Nach der Pause (40:47) hatte sich die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers dann wesentlich besser auf den Gegner eingestellt. Sie zwang die Schwaben zu einem deutlich langsameren Tempo, was dem Bamberger Spiel entgegenkam. Nun waren es die Oberfranken, die den Takt vorgaben. Mit Omar Prewitts erstem Dreier eroberten sie sich die Führung zurück (51:49, 23. Minute) und entschieden den dritten Abschnitt mit 32:20 für sich.

Ihre Führung gaben die Bamberger im letzten Viertel nicht mehr ab, obwohl mit Ogbe deren bis dahin bester Werfer (16 Punkten in 21:43 Minuten Einsatzzeit) nicht mehr zum Einsatz kam. Nach Dreiern von Prewitt und Simpson setzten sich die Hausherren in der Schlussphase sogar noch einmal zweistellig von den Ulmern, bei denen mit Karim Jallow, Fedor Zugic und Christiano Felicio drei Neuzugänge fehlten, ab.

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Simpson dreht nach der Pause auf

„Wir haben in der zweiten Halbzeit mit viel mehr Energie gespielt, gut verteidigt und vorne den Ball gut laufen lassen. Wir haben die offenen Leute gefunden und auch besser gereboundet. Das hat uns in der ersten Halbzeit gefehlt“, sagte Heckmann, der auf sieben Punkte, sechs Rebounds und vier Assists kam, allerdings auch fünf Ballverluste zu Buche stehen hatte.

Kenny Ogbe setzt sich unter dem Korb gegen den Ulmer Philipp Herkenhoff durch.
Kenny Ogbe setzt sich unter dem Korb gegen den Ulmer Philipp Herkenhoff durch.
Foto: Brose Bamberg

Mit Simpson zeigte ein weiterer Debütant nach der Pause, was er drauf hat. Nachdem der US-Amerikaner in der ersten Halbzeit noch zwei Dreier weit daneben gesetzt hatte, traf er in den zweiten 20 Minuten vier seiner fünf Würfe, darunter zwei Dreier. Ein gutes Spiel zeigte auch Derek Cooke jr., der mit 13 Punkten und fünf Rebounds wesentlich effektiver war als sein Centerkollege Martinas Geben (8/5).

Zwei freie Tage

Nach zwei freien Tagen beginnt für die Bamberger am Samstag der Feinschliff für das erste Pflichtspiel der Saison, das im Rahmen der Champions-League-Qualifikation am kommenden Mittwoch in Tallin stattfindet. Heckmann sieht sein Team dafür gerüstet: „Wenn wir aggressiv spielen und unser Spiel zeigen, dann können wir auch sehr gute Teams schlagen.“

Die Statistik

Brose Bamberg: Ogbe (16 Punkte/3 Dreier), Prewitt (13/2), Cooke (13), Robinson (13/3), Lockhart (12/2), Simpson (11/3), Geben (8), Heckmann (7), Ferrari (4), Omuvwie (1), Baggette, Aminu / Ratiopharm Ulm: Klepeisz (22/6), Blossomgame (18), Simon (12), Christon (11/1), Herkenhoff (10), Günther (6), Philipps (6), Krimmer (3/1), Diallo (1), Stoll

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