Basketball
Play-offs starten später und mit angepasstem Modus
Die beim Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC noch verletzten Bamberger (von links) Tyler Larson, Chase Fieler und Dominic Lockhart halten sich an die Hygienevorschriften und tragen als Zuschauer der Partie  am 3. Februar in der Brose-Arena eine FFP2-Maske.
Die beim Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC noch verletzten Bamberger (von links) Tyler Larson, Chase Fieler und Dominic Lockhart halten sich an die Hygienevorschriften und tragen als Zuschauer der Partie am 3. Februar in der Brose-Arena eine FFP2-Maske.
Foto: Daniel Löb
Bamberg – Die Bundesliga verzichtet aufgrund der Corona-Pandemie auf das ständig wechselnde Heimrecht. Brose Bamberg verschärft seine Hygienemaßnahmen.

Wegen der vielen Unwägbarkeiten in der Corona-Krise hat die Basketball-Bundesliga ihren Modus für die Play-offs angepasst. Zwar sollen die Serien weiter im „Best-of-Five“-Format ausgetragen werden, das Heimrecht wechselt aber nicht wie sonst üblich nach jedem Spiel. Das teilte die BBL am Dienstag mit.

Stattdessen wird in der K.o.-Runde nach dem Modus 2-2-1 gespielt, so wie dies aktuell auch in der Euroleague der Fall ist. Das bedeutet, dass ein Team in den ersten beiden Partien und einem möglichen letzten Spiel Heimrecht hat, in den Partien drei und vier das andere. Dadurch sollen unnötige Reisen und damit verbundene verstärkte Ansteckungsgefahren reduziert werden.

Da durch mehrere Quarantäne-Anordnungen für verschiedene Teams noch einige Nachholspiele in der Hauptrunde anstehen, wird der Beginn der Play-offs verschoben. Die entscheidende Saisonphase soll nun spätestens am Donnerstag, 20. Mai, beginnen. Am Wochenende davor (15./16. Mai) ist in München zudem noch das Top Four um den Basketball-Pokal geplant.

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Regelungen für Quarantänefall

Liga und Vereine verständigten sich zudem auf Regelungen für den Fall, dass während der Play-offs ein Team oder mehrere Mannschaften wegen positiver Coronafälle in Quarantäne müssen. Ein solches Szenario bedeutet für die betroffene Mannschaft nicht automatisch das Aus.

Zwar wird jedes Spiel, zu dem ein Team wegen einer Quarantäne nicht antreten kann, gegen die jeweilige Mannschaft gewertet. Sollte eine Serie nach dem Ende der Quarantäne aber noch nicht entschieden sein, darf der jeweilige Club zur nächstfolgenden Begegnung wieder antreten. „Das „Quarantäne-Team“ steigt in dem Fall mit 0:1 bzw. 0:2 in die Serie ein“, heißt es in einer BBL-Mitteilung vom Dienstag.

Es habe „höchste Priorität, alle relevanten sportlichen Entscheidungen möglichst auf sportlichem Weg auszuspielen und nicht „am grünen Tisch“ zu regeln“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Bamberger verstärken Testungen

Um die Saison geordnet zu Ende bringen zu können, appellierte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz an alle Vereine, „größtmögliche Anstrengungen für die Vermeidung von Infektionen und insbesondere Mannschaftsquarantänen zu unternehmen“. Brose Bamberg, das als Tabellenachter einen Play-off-Platz einnimmt, hat sein Hygienekonzept noch einmal verschärft. Die BBL-Regularien schreiben vor, dass sich Spieler, Trainer und Betreuer alle drei Tage einem PCR-Test unterziehen müssen. Die Bamberger werden diese Taktung auf zwei Tage verkürzen.

„Außerdem werden wir deren Partner und Kinder, die aufgrund ihrer Lebenssituation verstärkt Kontakten ausgesetzt sind, in den Testpool aufnehmen“, teilte Thorsten Vogt, Mediendirektor von Brose Bamberg, auf Anfrage mit. Corona-Infektionen könnten damit eventuell so frühzeitig erkannt werden, dass eine Mannschaftsquarantäne vermieden werden könne.

Zudem seien die Spieler nochmals dafür sensibilisiert worden, sich an die Hygienebestimmungen der Liga und des Klubs zu halten. „Wir sind jetzt fast zehn Monate ohne Corona-Fall durch die Saison gekommen und werden alles dafür tun, dass das auch bis zum Ende so bleibt“, sagte Vogt.

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