Brose Bamberg
Team der Stunde mit drei Ex-Bambergern zu Gast
Ex-Brose-Akteur Kameron Taylor (mit Ball) ist Hamburgs Topscorer.
Ex-Brose-Akteur Kameron Taylor (mit Ball) ist Hamburgs Topscorer.
Foto: Carmen Jaspersen, dpa
Bamberg – Die Hamburg Towers sind gemeinsam mit Brose Bamberg die heißeste Mannschaft der Liga. Wessen Siegesserie reißt in der Brose-Arena?

"Ich hoffe sehr, mit den Hamburg Towers bereits in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft gewinnen zu können. Die Chancen stehen so gut wie nie zuvor", wird Marvin Willoughby auf der Homepage der Hamburg Towers zitiert. Der Tabellensechste der Basketball-Bundesliga witzelte am 1. April über ein Comeback des 43-jährigen Ex-Nationalspielers, der bei den Towers als Geschäftsführer und Sportlicher Leiter seit einigen Jahren die Fäden in der Hand hält.

Dass ein nationaler Titel für den Bundesliga-Aufsteiger der vergangenen Saison zumindest mittelfristig gesehen keine reine Illusion ist, bewies man jüngst mit Siegen gegen die Titelträger der zwei zurückliegenden Spielzeiten, Alba Berlin (90:75) und Bayern München (91:86). Am Ostersonntag peilt der Klub aus dem Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg einen weiteren Streich gegen das dritte "Große B" der Liga an.

Fest steht: Beim Duell zwischen Brose Bamberg und den Towers (15 Uhr, live bei Magentasport) in der Brose-Arena wird eine Serie reißen. Beide Teams gehen das Spiel mit fünf BBL-Siegen in Folge und dementsprechend auch viel Selbstvertrauen an. "Es wird ein Spiel, in dem es auf Nuancen, auf Kleinigkeiten ankommt. Hier ein Rebound, da ein Ballgewinn, dort ein Hustle Play. Wir sind bereit und haben am Donnerstag gezeigt, dass wir auch aus schwachen Phasen stark zurückkommen können", sagt Brose-Center David Kravish. Sollte die Bamberger Erfolgsserie anhalten, wären die Hamburger nur noch zwei Pluspunkte entfernt und Platz 6 für das Brose-Team zum Greifen nah.

Bryce Taylor nutzt seine gut 16 Minuten sehr effizient. Von der Dreierlinie trifft der 34-jährige Routinier in der laufenden Spielzeit knapp 50 Prozent.
Bryce Taylor nutzt seine gut 16 Minuten sehr effizient. Von der Dreierlinie trifft der 34-jährige Routinier in der laufenden Spielzeit knapp 50 Prozent.
Foto: Carmen Jaspersen, dpa

Dass die Mannschaft des spanischen Trainers Pedro Calles zu den großen Überraschungen der BBL-Saison gehört, liegt auch an drei ehemaligen Bamberger Spielern. Insbesondere an Shooting Guard Kameron Taylor (2019/20 bei Brose), der gemeinsam mit dem estnischen Center Maik Kotsar (14,0 Punkte pro Spiel) Hamburgs Topscorer ist. Bryce Taylor (2017 bis 20) spielt nach der Genesung seiner Achillessehnenverletzung eine solide Saison (6,2 Punkte in 16 Minuten, 48 Prozent Dreierquote), während der gebürtige Franke Johannes Richter (2010 bis 13) nach erst drei Spielen für die Towers und zweimonatiger Pause (Knieverletzung) sein Comeback feiern könnte. "Ich war sehr froh, Anfang der Woche wieder ins Teamtraining einsteigen zu können. Natürlich bin ich total heiß darauf, dem Team zu helfen", so Richter, der sich natürlich auch freut, in seine alte Heimat zurückzukehren. "Ich denke aktuell stecken die Bamberger in einer Übergangsphase. Sie hatten zuletzt ein paar Coaches. Unter Johan Roijakkers haben sie sich zuletzt gesteigert und spielen aktuell einen sehr guten Basketball."

Sein Debüt für die Towers könnte dagegen ein Mann feiern, der zwar bereits seit Ende Februar mittrainiert, aber erst in den letzten Stunden vor der Wechselfrist am Mittwoch verpflichtet wurde: US-Guard Patrick Spencer. "Er spielt auf den Guard-Positionen mit viel Energie. Es hilft uns hier besonders in der Defensive, da er mehrere Positionen verteidigen kann. In der Offensive hat er die Fähigkeit das Spiel zu lenken", meint der Hamburger Coach Pedro Calles.