Tennis
Bei den Juniorinnen strauchelt die Favoritin
Die an Nr. 2 gesetzte Anastasyia Lopata musste sich im Halbfinale geschlagen geben, weil sie im dritten Satz eine 4:0-Führung noch verspielte.
Die an Nr. 2 gesetzte Anastasyia Lopata musste sich im Halbfinale geschlagen geben, weil sie im dritten Satz eine 4:0-Führung noch verspielte.
Foto: sportpress
Bamberg – Rodrigo Pacheco Mendez steht bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft im Endspiel. Bei den Juniorinnen scheitert die Favoritin.

Bei traumhaftem Wetter startete das Finalwochenende der der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft im Tennis. Am Samstag wurden die Halbfinals im Einzel und die Doppel-Finals auf der Anlage des TC Bamberg ausgetragen. Bei den Junioren ist ein Spieler noch im Rennen um seinen zweiten Titel.

Top-Tennis wurde den Besuchern in den Halbfinals bei den Junioren geboten. Den Anfang machten die Nr. 4 des Turniers, Hynek Barton (Tschechien), und der Japaner Hayato Matsuoka. Der 18-jährige Barton übernahm von Beginn an die Kontrolle im Match und hatte bei den spektakulären Ballwechseln gegen die Nr. 7 der Setzliste meist das bessere Ende für sich. Mit 6:1, 6:1 durfte der Tscheche den Einzug ins Finale bejubeln. Im Anschluss an das Match sagte die Nr. 44 im Junioren-Ranking: „Ich habe sehr gut gespielt und hatte im Match immer das Gefühl, dass ich die Zügel in der Hand habe. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich heute so große Unterstützung von meinen Team-Kollegen vom TC Grün-Weiß Bayreuth bekommen habe, für die ich in der Bayernliga antrete.“

Top-Favorit spiel auf hohem Niveau

Weiterhin auf Titelkurs ist auch der Top-Favorit des Turniers, Rodrigo Pacheco Mendez, aus Mexiko, der in der vergangenen Woche das Viertelfinale beim Junioren-Wettbewerb in Roland Garros erreichte. Gegen den an Nr. 5 gesetzten Japaner Rei Sakamoto zeigte der 18-jährige Linkshänder in einer Begegnung auf hohem Level nur in der Endphase des Matches leichte Konzentrationsschwächen und siegte souverän mit 6:3 und 6:4. „Ich habe von Beginn an sehr gut gespielt und fühlte mich bis zur 2:0-Führung im zweiten Satz sehr überlegen. Dann habe ich mir wohl schon etwas zu viele Gedanken um eine mögliche Finalteilnahme gemacht und etwas den Fokus verloren“, meinte Nr. 15 der Juniorenweltrangliste.

Erbitterte Fights bei den Juniorinnen

Zwei spannende Matches bekamen die zahlreichen Zuschauer bei den Juniorinnen im Einzel-Halbfinale zu sehen. Auf dem Center Court traf Alina Korneeva auf die an Nr. 2 gesetzte Ukrainerin Anastasiya Lopata. Nach furiosem Start erspielte sich die 14-jährige Korneeva eine 5:2-Führung, verlor dann aber anschließend fünf Spiele in Folge und somit den ersten Durchgang. Nachdem die Nr. 6 der Setzliste den zweiten Satz im Tiebreak für sich entschied, sah sie sich im Entscheidungssatz einem schnellen 0:4-Rückstand gegenüber.

Erneut konnte die aktuelle Nr. 53 der Juniorinnenweltrangliste dem Match eine Wende geben und setzte sich nach 3:15 Stunden mit 5:7, 7:6, 7:5 durch. Nach dem Match kommentierte die glückliche Siegerin: „Nach meiner frühen Führung habe ich völlig den Faden verloren und den ersten Durchgang noch abgeben müssen. Zum Glück konnte ich mir trotz Nervosität den zweiten Satz sichern. Zu Beginn des Entscheidungssatzes gab es neue Bälle, was meiner Gegnerin aufgrund ihrer starken Spin-Schläge wesentlich besser lag. Nach dem 0:4-Rückstand habe ich dann wieder mein aggressives Spiel durchgezogen und konnte mir so den Sieg holen“.

13-jährige Qualifikantin im Halbfinale

Im zweiten Halbfinale standen sich die Slowakin Nina Vargova und die Qualifikantin Alisa Oktiabreva gegenüber. Die 13-jährige Oktiabreva, die in Bamberg erst ihr zweites Turnier auf der World-Tour Juniors bestritt und im ITF-Ranking erst auf Position 2060 zu finden ist, erwischte den besseren Start und sicherte sich dank zweier Breaks den ersten Durchgang.

Danach fand die an Nr. 3 gesetzte Vargova immer besser ins Match und dominierte die Begegnung mit ihren druckvollen Grundlinienschlägen. Mit 3:6, 6:0 und 6:3 fixierte die Nr. 40 in der Juniorinnenweltrangliste nach 2:45 Stunden Spielzeit den Einzug ins Finale. „ Zu Beginn des Matches verspürte ich großen Druck, da meine Gegnerin so viel jünger ist als ich. Ich habe dann aber versucht aggressiver zu spielen und mehr auf Winner zu gehen“, sagte die 16-jährige Vargova.

Lukic verpasst Doppel-Titel

Mit Tea Lukic (Gifhorn) kämpfte die letzte verbliebene deutsche Spielerin im Doppel-Finale der Juniorinnen um den Titel. Mit ihrer belgischen Partnerin Amelia Waligora traf die 17-Jährige auf die an Nr. 4 gesetzte Paarung Anastasiya Lopata /Rebecca Munk Mortensen und unterlag mit 6:3, 6:7, 0:10.

Im Doppelfinale der Junioren legte der Tscheche Hynek Barton der Grundstein für den doppelten Triumph beim Turnier in Bamberg. Nach seinem Einzug ins Einzelfinale sicherte er sich an der Seite seines Landsmanns Maxim Mrva den Titel. Das an Nr. 4 gesetzte Duo besiegte die an Nr. 3 gesetzte Paarung Rei Sakamoto /Danil Panarin mit 6:4 und 6:4.

Programm am Sonntag

Am Sonntag werden die beiden Einzelfinals beim TC Bamberg ausgetragen. Die Juniorinnen starten ab 11 Uhr, die Junioren nicht vor 13 Uhr.