Fußball
Testspiele: Der SV Memmelsdorf braucht noch Zeit
Lukas Schuberth (M.) und der SV Memmelsdorf haben zwar auch das zweite Testspiel in der Vorbereitung mit 0:2 gegen den FC Herzogenaurach verloren, dennoch sieht sich der Landesligist mit seinem umgekrempeltem Team auf einem guten Weg.
Lukas Schuberth (M.) und der SV Memmelsdorf haben zwar auch das zweite Testspiel in der Vorbereitung mit 0:2 gegen den FC Herzogenaurach verloren, dennoch sieht sich der Landesligist mit seinem umgekrempeltem Team auf einem guten Weg.
Foto: sportpress
LKR Bamberg – Der Landesligist ist trotz zweier Niederlagen mit der Vorbereitung zufrieden. DJK Don Bosco und FC Eintracht gewinnen ihre Testspiele.

In der Vorbereitung auf die kommende Saison hat der SV Memmelsdorf noch etwas schwere Beine: Nach dem 2:4 zum Auftakt gegen den TSV Schammelsdorf verlor der Fußball-Landesligist auch sein zweites Testspiel gegen den FC Herzogenaurach mit 0:2. Überbewerten will der neue Spielertrainer Michael Wernsdorfer die Ergebnisse aber nicht.

Besser machten es dagegen die Bayernliga-Vertreter aus Bamberg: Sowohl der FC Eintracht wie auch die DJK Don Bosco haben ihr jeweils zweites Vorbereitungsspiel gewonnen.

TSV Neudrossenfeld – FC Eintracht Bamberg 0:2

„Die ersten 20 Minuten waren wie ein Ausflug in den Freizeitpark. Jeder hat sich einmal ein bisschen umgesehen“, lautete die Bilanz von Trainer Julian Kolbeck. Während Neudrossenfeld sofort im Spiel war, gab es beim FCE noch viel Sand im Getriebe.

Dies änderte sich erst mit der Trinkpause Mitte der ersten 45 Minuten. Nach einem schnellen Pass in die Tiefe war es Jakob Tranziska, der sich gegen zwei Gegner durchsetzte und den herauseilenden Torhüter zum 1:0 (35.) tunnelte. „Neudrossenfeld hat mich beeindruckt“, sagte Kolbeck: „Eine richtig gute Truppe. Vor allem Daniel Gareis schien überall auf dem Platz zu sein.“

Bei den Gästen fiel auch nach dem Seitenwechsel der Defensivverbund auf. Christopher Kettler zeigte – obwohl leicht angeschlagen – eine starke Vorstellung und schob mit Innenverteidiger-Kollege Felix Popp das Angriffsspiel an.

Nach den Einwechslungen von Lukas Schmittschmitt, Tobias Linz, Moritz Kaube und Simon Kollmer zur Pause gab es einen zusätzlichen Schub. Aber auch die Hausherren hielten dagegen, so dass sich in der zweiten Hälfte eine ausgeglichene Partie entwickelte.

Erst in der 90. Minute entschied Jakob Tranziska das Spiel endgültig – wieder nach einem Pass in die Tiefe. Kolbecks Bilanz fiel entsprechend zufrieden aus: „Wir wollten den nächsten Schritt gehen im Spiel mit dem Ball, das ist uns phasenweise gut gelungen. Das Schöne ist: Am Ende steht wieder die Null.“

In der kommenden Woche stehen gleich zwei Vorbereitungsspiele für den FCE an: Am Mittwoch um 19 Uhr zunächst der Vergleich bei Bezirksligist FC Oberhaid, einen Tag später (19 Uhr) dann bei Erzgebirge Aue. Der Zweitligist unterhält freundschaftliche Kontakte zu den FCE-Verantwortlichen und war für den Trainingsauftakt auf der Suche nach einem Aufbaugegner.

Greuther Fürth U19 –DJK Don Bosco Bamberg 1:2

Nach dem Erfolg gegen die U23 der Fürther hat sich der Bayernligist auch gegen den jüngeren Jahrgang durchgesetzt: Auf dem Gelände des SV Weichendorf hatte aber die U19 zu Beginn eine hochkarätige Chance, weil Julian Glos zu weit vor seinem Tor stand.

In der Folge erspielte sich Don Bosco einige Chancen, vor allem über viele Standards, getreten von Michael Pfänder. Philipp Hörnes holte Mitte der zweiten Halbzeit einen Elfmeter heraus. Marc Eckstein scheiterte aber am Keeper.

In der zweiten Halbzeit wechselte Coach Rolf Vitzthum munter durch. Mit Marco Haaf kam deutlich mehr Schwung in die Offensive, er scheiterte zwei Mal am neuen Keeper. Kurz danach steckte er einen Pass von Hörnes auf Simon Allgaier durch, der freistehend vor dem Tor den Keeper verlud – 1:0.

In der Folge kam Don Bosco zu ein paar Halbchancen, die aber ihren Weg nicht über die Linie fanden – bis Sayko Trawally im Zentrum Lukas Köhn fand, 2:0.

Der einzige Schönheitsfehler einer sonst soliden Defensivleistung war kurz vor Schluss der Gegentreffer zum 1:2. Der aus Hoffenheim gekommene Adonis Krasniqi bediente in der Mitte den Ex-DJKler Chris Meister. Mehr passierte danach nicht mehr.

Der nächste Gegner wartet am Mittwoch um 19 Uhr in Buckenhofen.

SV Memmelsdorf – FC Herzogenaurach 0:2

Nach vier lockeren Einheiten zum Trainingsauftakt hat Michael Wernsdorfer inzwischen die Zügel etwas angezogen.

„Nach der langen Pause wollten wir langsam reinfinden, jetzt arbeiten wir an der Ausdauer und den fußballspezifischen Dingen“, sagt der neue Spielertrainer des Landesligisten: „Wir haben eine neu zusammengewürfelte Mannschaft. Dass wir noch Zeit brauchen ist, klar. Wir finden aber immer besser zueinander.“

Seine Erkenntnis aus den ersten beiden Testspielen: In den ersten 45 Minuten war Memmelsdorf jeweils mindestens auf Augenhöhe, durch etliche Wechsel und die mitunter noch ausbaufähige Kondition folgte dann aber ein Bruch im Spiel. Trotzdem: Ein Sonderlob hat sich bereits die junge Garde um Lukas Schuberth und Fabian Trunk verdient. „Athletisch sind die Jungs topfit. Da haben andere Spieler noch einiges mehr aufzuholen“, sagt Wernsdorfer.

Gegen Herzogenaurach machte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit das Spiel, fabrizierte nach Wiederbeginn aber einen berechtigten Foulelfmeter (59.) und kassierte sieben Minuten vor dem Abpfiff den Gegentreffer zum 0:2 Endstand.

„Den Standard beim 0:2 verteidigen wir blauäugig und haben zum Gegner keinen Kontakt“, sagt Wernsdorfer: „In einer so frühen Saisonphase ist das aber noch normal. Wir arbeiten intensiv daran.“

Ein Gegner von deutlich höherem Format erwartet den SVM an diesem Donnerstag, um 19 Uhr geht es zu Regionalliga-Aufsteiger SC Eltersdorf. „Für uns ist das ein Highlight-Spiel“, so Wernsdorfer.