Basketball
Ulm im Check: NBA-Power und ein Dauerbrenner
Per Günther (rechts) bestreitet mittlerweile seine 13. Saison für Ratiopharm Ulm, Trainer Jaka Lakovic seine dritte.
Per Günther (rechts) bestreitet mittlerweile seine 13. Saison für Ratiopharm Ulm, Trainer Jaka Lakovic seine dritte.
Foto: Stefan Puchner, dpa
Bamberg – Ein Ex-NBA-Center mit einem Verdienst von 34 Millionen Dollar, ein BBL-Urgestein und viele Talente. Das ist der nächste Gegner von Brose Bamberg.

Aus zwei Wettbewerben (BBL-Pokal und Champions League) ist Brose Bamberg in der laufenden Saison bereits ausgeschieden, doch in der Bundesliga ist der neunfache deutsche Meister noch ungeschlagen. Am Samstag (20.30 Uhr, live bei Magentasport) peilen die Oberfranken den dritten Sieg bei Ratiopharm Ulm an. Die Schwaben im Team-Check:

Die Form Nach dem 86:83-Überraschungscoup zum Liga-Auftakt beim FC Bayern mussten sich Ratiopharm Ulm zuletzt zweimal unglücklich geschlagen geben: In Bonn unterlag das neu formierte Team von Trainer Jaka Lakovic 73:76 und ließ dabei 32 Offensiv-Rebounds zu, im Pokal scheiterte Ulm in der ersten Runde an Aufsteiger Chemnitz (85:87) und den starken Ex-Bambergern Darion Atkins (19 Punkte) und Nelson Weidemann (15). Lakovic: „Wir hatten ein straffes Anfangsprogramm mit zwei verlorenen Spielen, die wir hätten gewinnen können. Unser Ziel ist es, offensiv schneller zu werden und solide zu verteidigen.“

Die Identifikationsfigur Per Günther spielt die 13. Saison im Ulmer Trikot – und es wird vermutlich seine letzte als Basketballprofi sein. Sein erstes Bundesliga-Spiel absolvierte er übrigens im September 2008 in Bamberg (66:64 für Ulm). Der 33-Jährige steht in der laufenden Saison gut acht Minuten auf dem Parkett.

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Die Neuzugänge Wie bei Brose wurden alle Importspieler vor der Saison ausgetauscht. Aufbauspieler Semaj Christon überragt bislang mit 22,0 Punkten und 10,5 Assists, leistet sich aber auch 5,5 Ballverluste pro Partie. Mit Cristiano Felicio haben die Ulmer den wohl größten Namen der Liga im Kader. Der brasilianische Center bestritt 258 NBA-Partien für die Chicago Bulls und verdiente dabei insgesamt schlappe 34 Millionen US-Dollar. Bisher erfüllt der 29-Jährige mit 15,5 Punkten und 8,0 Rebounds die Erwartungen. Neben Felicio haben auch Christon (66 Spiele) und Power Forward Jaron Blossomgame (27) NBA-Erfahrung vorzuweisen. Der deutsche Nationalspieler Karim Jallow ist nach einer längeren Zwangspause (Muskelverletzung) noch nicht in Topform.

Die Rahmenbedingungen Ulm setzt (noch) auf die 3G-Regelung. Die Ratiopharm-Arena, die auf bayerischem Boden (Neu-Ulm) steht, ist bereits ausverkauft. Mit 5300 Zuschauern werden die Ulmer einen Saisonrekord aufstellen. Zuvor hielt diesen Oldenburg mit 4478 Zuschauern (gegen Crailsheim). „In dieser Saison ist das unser erstes Ligaspiel in Ulm – klar wollen wir dann unseren Fans viel Freude bereiten. So wie sie uns immer unterstützen, wollen wir einen Teil zurückgeben“, so Ratiopharm-Coach Jaka Lakovic.

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