Integration
AEO: Joachim Herrmann sagt Geld für Bus-Shuttle zu
Eine Verstärker-Buslinie und mehr Polizeipräsenz sollen die Situation rund um das AEO entspannen. Oberstes Ziel ist jedoch der Abbau der Belegungszahlen.
Eine Verstärker-Buslinie und mehr Polizeipräsenz sollen die Situation rund um das AEO entspannen. Oberstes Ziel ist jedoch der Abbau der Belegungszahlen.
Ronald Rinklef
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Bamberg – Bayerns Innenminister verspricht in Bamberg 200000 Euro für eine Verstärker-Buslinie und mehr Polizeipräsenz für die Anker-Einrichtung.

Bei einem Gespräch im Anker-Zentrum Bamberg (AEO) hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zugesagt, die Einrichtung zu unterstützen. Mit dabei waren unter anderem Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD),  Staatsministerin Melanie Huml (CSU), Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz sowie weitere politische Mandatsträger.

Entlastung durch zusätzliche Buslinie Richtung Stadt

Unter anderem ging es um einen Bus-Shuttle von der Anker-Einrichtung zum Zentralen Omnibusbahnhof ZOB in der Stadtmitte. Er wird auf Vorschlag von Oberbürgermeister Andreas Starke als Verstärkerlinie wieder eingeführt und steht ab 1. Februar als ergänzendes Angebot für alle Menschen mit einer regulären Fahrkarte zur Verfügung. Der Bedarf ist hoch. 

 „Der Freistaat Bayern als Betreiber der AEO unterstützt den Bus-Shuttle mit einem jährlichen Betrag von 200.000 Euro“, kündigte Innenminister Herrmann an.

Gute Lösung, um Umfeld der AEO Bamberg zu entlasten

Oberbürgermeister Andreas Starke sagt dazu: „Die Verstärkungslinie bedeutet eine sehr gute Lösung, mit der wir die Situation der Geflüchteten genauso wie die der Bürgerschaft im Umfeld verbessern. Der Wunsch nach einer solchen Linie war bei einem Gesprächstermin der Stadt mit der Anwohnerschaft im Dezember an mich herangetragen worden. Wir sind dem Freistaat dankbar, dass er dieses Angebot nun zügig möglich macht. Es bleibt jedoch unsere Forderung, die Kapazität der AEO zu verringern.“ Derzeit sind in der AEO 2470 Menschen untergebracht, fast 1000 mehr als eigentlich vorgesehen.

Des Weiteren sagte der Innenminister eine verstärkte sichtbare Präsenz der Polizei im Umfeld der AEO zu. „Das Polizeipräsidium Oberfranken hat die Sicherheitslage genauestens im Blick und wird lageabhängig die polizeilichen Sicherheitsstreifen im Umfeld der AEO intensivieren.“

Senkung der Belegungszahl in AEO Bamberg oberstes Ziel

Auch Staatsministerin Melanie Huml betonte: „Um die aktuellen Sorgen der Anwohner zu verdeutlichen und die Lage in Bamberg-Ost möglichst schnell zu verbessern, habe ich meinen Kabinettskollegen nach Bamberg eingeladen. Nun kann mit einer zusätzlichen Buslinie und mehr Polizeipräsenz kurzfristig für Entlastung gesorgt werden. Außerdem möchte ich eine Senkung der Belegungszahl erreichen.“

Die Regierung von Oberfranken will einen Abbau der hohen Belegung der AEO weiter forcieren. Im engen Austausch mit den Landräten der oberfränkischen Landkreise sowie der Oberbürgermeister der kreisfreien Städte werden die Neuankommenden oberfrankenweit im wöchentlichen Wechsel auf die Kommunen verteilt.

Dabei werden die Aufnahmequoten der Asyldurchführungsverordnung (DVAsyl) zugrunde gelegt, um eine der Bevölkerungszahl entsprechende Verteilung zu erreichen.

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