Radwegenetz
Verkehrsminister radelt: Reichlich Segen von oben
Minister  Christian Bernreiter (Bildmitte), Holger Dremel (rechts) und viele andere radeln trotz ziemlich miesem Wetter auf dem neuen Fahrradweg nach Stübig.
Minister Christian Bernreiter (Bildmitte), Holger Dremel (rechts) und viele andere radeln trotz ziemlich miesem Wetter auf dem neuen Fahrradweg nach Stübig.
Foto: Joseph Beck
F-Signet von Joseph Beck Fränkischer Tag
Stübig – Um den neuen Radweg von Burgellern nach Stübig mit einzuweihen, kam sogar Verkehrsminister Christian Bernreiter in die Jura-Gemeinde und schwang sich trotz Regen auf den Drahtesel.

Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, kam eigens aus München, um den fertiggestellten Geh- und Radweg von Burgellern nach Stübig zu eröffnen. Durch das angestrebte Volksbegehren für mehr Radwege ist das Thema aktueller denn je.

Der Minister verwies bei seiner Rede darauf, dass der Radweg hier zeige, dass nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land etwas dafür getan werde. Radschnellwege und spezielle Waldradwege sind bayernweit auf dem Plan und werden weiterverfolgt.

„Wir alle wollen, dass möglichst viele Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Deshalb freue ich mich, dass ich bei der Eröffnung dieses neuen Radweges dabei sein kann.“

80 Prozent der Kosten vom Bund gefördert

Der rund 2,8 Kilometer lange Radweg entlang der Staatsstraße 2210 kostete 1,5 Millionen Euro. 80 Prozent dieser Kosten bezahlte der Bund aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“. Es stellt den Ländern zwischen 2021 und 2023 Finanzhilfen für Investitionen in den Radverkehr von rund 657 Millionen Euro zur Verfügung. Der Freistaat Bayern erhält davon rund 95 Millionen Euro.

Auch Katrin Roth, Bereichsleiterin Straßenbau am Staatlichen Bauamt Bamberg, Landrat Johann Kalb, Holger Dremel und der Bürgermeister von Scheßlitz Roland Kauper (alle CSU) lobten in ihren Reden ebenfalls die neue Radstrecke. Begrüßt wurde auch der frühere Landtagsabgeordnete Heinrich Rudrof (CSU), der sich in seiner Abgeordnetenzeit bereits für den Bau eingesetzt hatte.

Dass das Projekt nach langer Zeit zum Abschluss kam, war nach Aussagen aller aber vor allem Willi Koch aus Stübig zu verdanken. Er sagte kurz und bündig dazu: „Man muss nur lange genug bohren und die richtigen Leute treffen. Ich wünsche mir aber, dass der Radweg nicht in Stübig endet, sondern in unseren wunderschönen Jura hinaufführt.“

Wünsche der Bürger in Stübig noch auf der Agenda

Bei der Feier waren trotz des starken Regens viele Bürger aus Stübig und Umgebung anwesend. Viele von ihnen äußerten den Wunsch, dass der Radweg bei Burgellern direkt nach Scheßlitz geführt wird und nicht erst durch den Ort hindurch und den Berg hinauf.

Die Grundstücksverhandlungen müssten weitergeführt werden. Nach dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Michael Gräf hörte auch der reichliche feuchte Segen von oben auf und die Prominenz konnte das Absperrband ohne Schirme durchtrennen.

Stefan Pfister, Ortssprecher von Stübig, führte dann mit dem Scheßlitzer Lastenfahrrad den Fahrradkorso an. Dabei hatte er auch die hundertjährige Fahne des Stübiger Fahrradvereins, für die Helga und Willi Koch ein Fahnenband zur Einweihung des neuen Radweges gestiftet hatten. Auf den Fahrrädern folgte ihm die politische und kirchliche Prominenz nach Stübig ins Feuerwehrhaus, wo die Einweihungsfeier gemütlich ausklang.

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